28 June 2026, 22:33

Salzgitter kämpft um seine Zukunft bei Volkswagen – OB Klingebiel greift Blume an

"Keine Zukunftsplanung, aber der Anfang vom Ende unserer Zukunft!"

Salzgitter kämpft um seine Zukunft bei Volkswagen – OB Klingebiel greift Blume an

Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel hat jüngste Medienberichte über die Pläne von Volkswagen-Chef Oliver Blume scharf kritisiert. Seine Verärgerung richtet sich gegen Vorschläge, die Arbeitsplätze und die Zukunft des Standorts Salzgitter gefährden könnten.

Klingebiel bezeichnete die Idee von Werksschließungen und dem Abbau von 100.000 Stellen als kurzsichtig. Er warnte, dies würde den „Anfang vom Ende unserer Zukunft“ für die Region einläuten. Der Oberbürgermeister betonte, dass die Rolle Salzgitters innerhalb des Volkswagen-Konzerns „nicht verhandelbar“ sei und erhalten bleiben müsse.

Im Dezember 2024 hatten sich die VW-Führung, der Aufsichtsrat, die Betriebsräte und die IG Metall auf eine Zukunftsstrategie geeinigt. Diese sah zwar Stellenabbau vor, sicherte aber alle VW-Standorte durch verlängerte Beschäftigungsgarantien ab. Klingebiel zeigte sich enttäuscht, dass Blume diese Vereinbarung nun – weniger als 18 Monate später – öffentlich infrage stelle.

Der Oberbürgermeister stellt sich damit an die Seite der Belegschaft vor Ort und aller VW-Standorte. Zudem begrüßte er die Unterstützung durch Niedersachsens Ministerpräsidenten Olaf Lies, der in der Sache eine klare Position bezogen hat.

Klingebiels Reaktion unterstreicht die tiefen Sorgen über die Ausrichtung von Volkswagen. Die bestehende Vereinbarung sollte Stellenabbau mit Standortsicherung in Einklang bringen, doch aktuelle Äußerungen Blumes werfen Zweifel an ihrer Stabilität auf. Der Oberbürgermeister bleibt entschlossen, Salzgitters Position im Konzern zu verteidigen.

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