"Schwabinger 7" kehrt nach Bruckmühl zurück – ein Stück Münchner Kulturgeschichte
Ida Bloch"Schwabinger 7" kehrt nach Bruckmühl zurück – ein Stück Münchner Kulturgeschichte
Ein historisches Kunstwerk kehrt diese Woche an seine Ursprünge zurück.Rupert Dorrers "Schwabinger 7", ein Gemälde, das eng mit Münchens legendärer Barszene verbunden ist, wird in einer Galerie in Bruckmühl enthüllt. Das Werk trägt die Spuren von Jahrzehnten – von privaten Sammlungen bis zur öffentlichen Präsentation.
Entstanden ist das Bild in den 1920er-Jahren im "Schwabinger 7", einst Münchens berühmtester Bar. Dorrer hielt die Textur der Wand in farbigen Schichten fest, nachdem er sie fotografiert hatte. Jahrelang blieb das Kunstwerk in Privatbesitz, bevor es in das Atelier des Künstlers in Oberbayern gelangte.
1985 erwarb die Gemeinde Bruckmühl das Gemälde. Seit 2006 hing es im Rathaus von Bruckmühl. Nun kehrt es in die Galerie zurück, in der bereits 140 weitere Werke aus dem Landkreis Rosenheim von 1875 bis heute ausgestellt sind.
Die Reise des Bildes führte über ungewöhnliche Stationen: Es wurde einst versteigert und war sogar kurz in Denn's Biomarkt zu sehen. Noch heute trifft sich Dorrer mit Gerd "Manila" Waldhauser, dem ehemaligen Wirt des "Schwabinger 7", im "Grünen Eck" in Schwabing. Für den Künstler steht das Werk als Symbol der Vergänglichkeit.
Am Montag um 11 Uhr wird Bruckmühls Bürgermeister das Gemälde offiziell in der Galerie enthüllen.
Die Rückkehr des Kunstwerks nach Bruckmühl markiert ein weiteres Kapitel seiner bewegten Geschichte. Vom Münchner Bar-Lokal zur öffentlichen Ausstellung gehört Schwabinger 7 nun zu einer Sammlung, die über ein Jahrhundert regionaler Kunstgeschichte repräsentiert. Die Galerie zeigt es gemeinsam mit anderen Werken aus der Region vom 19. Jahrhundert bis heute.