29 March 2026, 02:36

SPD scharf gegen Söders Sparpläne: "Angriff auf die Schwächsten"

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die die politischen Grenzen des Landes zeigt, auf altem Papier gedruckt mit Text oben und unten.

SPD scharf gegen Söders Sparpläne: "Angriff auf die Schwächsten"

Dagmar Schmidt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, hat sich vehement gegen die Sparpläne des CSU-Vorsitzenden Markus Söder ausgesprochen. Sie warf der Union vor, gezielt schwache Bevölkerungsgruppen ins Visier zu nehmen – darunter Menschen mit Behinderungen und benachteiligte Kinder.

Der Streit unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen SPD und CSU in der Sozialpolitik. Schmidt kritisierte Söders Vorschläge zur Kürzung von Mitteln für die Jugendhilfe und die Behindertenförderung als Angriffe auf unverzichtbare soziale Leistungen. Die SPD werde solche Einschnitte nicht hinnehmen, betonte sie und warnte vor den Folgen für die Schwächsten der Gesellschaft.

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Gleichzeitig verwies sie auf die größeren Herausforderungen ihrer Partei: Aktuelle Wahlniederlagen haben die SPD geschwächt, während ein polarisiertes politisches Klima und mediale Aufmerksamkeit es der Partei erschweren, ihre Agenda durchzusetzen. Schmidt räumte ein, dass die Zusammenarbeit mit der Union unter Söder zunehmend schwieriger werde, da die CSU den gemäßigteren Kurs der Ära Angela Merkel nicht mehr verfolge.

Unter Söders Führung setzt die CSU stattdessen auf eine Politik, die Familien und Besserverdiener begünstigt, während sie bei Renten- und Gesundheitsreformen auf Steuererhöhungen verzichtet. Diese als "Agenda 2010 Reloaded" vermarktete Neuausrichtung markiert einen deutlichen Bruch mit der Merkel-Ära. Schmidt argumentierte, dass dieser Kurswechsel die Zusammenarbeit zwischen SPD und Union deutlich konfliktträchtiger mache.

Die Ablehnung der SPD gegenüber Söders Sparplänen deutet auf weitere Auseinandersetzungen in der Sozialpolitik hin. Angesichts der aktuellen Umfragewerte könnte die klare Haltung gegen Kürzungen bei Behinderten- und Jugendhilfe die anstehenden Debatten über Sozialleistungen prägen – und damit auch die künftigen Koalitionsverhandlungen beider Parteien beeinflussen.

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