Treibstoffpreise steigen erneut - Spritpreise explodieren: Warum Autofahrer jetzt mehr zahlen müssen
Spritpreise steigen stark an – Geopolitik treibt Ölmarkt in die Höhe
Die Kraftstoffpreise sind in dieser Woche deutlich gestiegen, da die Ölmärkte auf die anhaltenden geopolitischen Spannungen reagieren. Autofahrer müssen an den Tankstellen nun tiefer in die Tasche greifen: Sowohl Diesel als auch Benzin wurden am Freitag teurer. Die Preiserhöhungen folgen auf einen starken Anstieg der globalen Rohölpreise, der mit den jüngsten Konflikten im Nahen Osten zusammenhängt.
Der jüngste Sprung bei den Spritkosten begann mit einem rasanten Anstieg der Nordsee-Brent-Rohölpreise. Am Donnerstag schoss der wichtige Referenzwert nach oben, bevor er sich bis zum Börsenschluss am Freitag bei etwa 103 US-Dollar pro Barrel einpendelte. Noch stärker war der Preisanstieg zu Beginn der Woche ausgefallen, als die Notierungen fast 120 Dollar erreichten – ein Plus von nahezu 30 Prozent seit Ende Februar. Auslöser war die Eskalation der Spannungen zwischen dem Iran und dem Irak.
Der Konflikt, der Ende Februar 2026 aufgeflammt war, unterbrach die Ölversorgung durch die Straße von Hormus, eine lebenswichtige Route für etwa ein Fünftel des weltweiten Öls. Iranische Angriffe auf Energieinfrastrukturen im Persischen Golf verschärften die Lage zusätzlich und trieben die Preise weiter in die Höhe. Zwar dämpfte die Ankündigung von US-Präsident Trump, eine schnelle Lösung herbeizuführen, sowie die Freigabe von über 182 Millionen Barrel aus den strategischen Reserven vorübergehend die Sorgen – doch die Märkte blieben nervös. Die Wahl eines hardliner Nachfolgers für Irans Obersten Führer befeuerte zudem die Erwartungen einer längerfristigen Krise.
Zu den weiteren Treibern der Ölpreise zählten Produktionskürzungen der OPEC-Mitglieder. Saudi-Arabien drosselte seine Förderung um 2 bis 2,5 Millionen Barrel pro Tag, der Irak strich etwa 2,9 Millionen Barrel täglich. Auch die steigenden Versicherungskosten für Tanker, die durch Hochrisikogebiete fahren, verschärften die Angebotsverknappung.
An den Tankstellen stieg der Dieselpreis am Freitag um 1,9 Cent auf 2,149 Euro pro Liter. Der bundesweite Durchschnitt für Super E10 kletterte auf 2,028 Euro pro Liter – ein Plus von 1,2 Cent im Vergleich zum Vortag.
Der jüngste Preisschub bei Kraftstoffen spiegelt die allgemeine Instabilität auf dem Ölmarkt wider, die durch geopolitische Konflikte und Förderkürzungen angetrieben wird. Da sich Brent-Rohöl bei rund 100 bis 101 Dollar pro Barrel eingependelt hat, müssen Autofahrer vorerst mit dauerhaft höheren Kosten rechnen. Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich von der Lage im Nahen Osten und den Förderentscheidungen der OPEC ab.