29 April 2026, 14:37

Spritpreise explodieren: Wie die Energiekrise Haushalte und Ernährung bedroht

Plakat mit Text "Abgesagt Verbleibende Öl- und Gasförderlizenzen im Arctic National Wildlife Refuge" mit Bildern von Solarpanelen und Windrädern vor einem bewölkten Himmel.

Spritpreise explodieren: Wie die Energiekrise Haushalte und Ernährung bedroht

Explodierende Spritpreise belasten Haushalte und Unternehmen weltweit

In Deutschland fühlen sich inzwischen fast 80 Prozent der Bevölkerung durch die Abhängigkeit ihres Landes von importierten fossilen Brennstoffen bedroht. Die Krise hat zudem die Kosten für Lebensmittel, Transport und Landwirtschaft in die Höhe getrieben – Millionen könnten von Hunger betroffen sein, falls sich die Lage weiter verschärft.

Seit Anfang 2022 hat sich die Energiekrise zugespitzt, mit stark steigenden Preisen für Öl und Gas. Wie Fatih Birol, der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), erklärt, ist die Situation auch auf politische Weichenstellungen unter Donald Trump und Benjamin Netanyahu zurückzuführen. Während die Kosten für Verbraucher steigen, verzeichnen Ölkonzerne Rekordgewinne.

BP etwa verdoppelte seinen Nettogewinn im ersten Quartal 2023 fast und erzielte rund 2,7 Milliarden Euro. Deutschland führte nach dem russischen Angriff auf die Ukraine eine Übergewinnsteuer für Energieunternehmen ein, die etwa 2,5 Milliarden Euro einbrachte. Ziel war es, einen Teil der Branchengewinne an bedürftige Haushalte umzuverteilen.

Die Krise erschüttert zudem die globale Nahrungsmittelversorgung. Höhere Ölpreise treiben die Kosten für Düngemittel, Lkw-Transporte und Grundnahrungsmittel in die Höhe. Experten warnen: Hält die Situation über die Jahresmitte an, könnten bis zu 45 Millionen weitere Menschen von Hunger bedroht sein.

Einige Länder setzen auf Alternativen. Südkoreas Präsident kündigte Pläne an, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen durch den Ausbau der Stromnetze und ein "Solar-Einkommens"-Programm zu verringern. Auch China hat die Produktion erneuerbarer Energien hochgefahren – die Exporte von Solarmodulen verdoppelten sich im März im Vergleich zum Februar.

Die Energiekrise belastet weiterhin Volkswirtschaften und die globale Ernährungssicherheit. Während einige Staaten auf Erneuerbare setzen, zeigen hohe Spritpreise und Unternehmensgewinne die ungleiche Verteilung der Lasten. Ohne weitere Maßnahmen könnten in den kommenden Monaten Millionen mehr Schwierigkeiten haben, ihre Grundbedürfnisse zu decken.

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