Stadtwerke Mainz erzielen 18,3 Millionen Euro Überschuss trotz Herausforderungen
Madlen ScholzStadtwerke Mainz erzielen 18,3 Millionen Euro Überschuss trotz Herausforderungen
Stadtwerke Mainz (SWM) verzeichnen für das Geschäftsjahr 2025 einen Jahresüberschuss von rund 18,3 Millionen Euro. Das Unternehmen versorgt etwa 550.000 Einwohner mit Strom und 272.000 mit Trinkwasser in Mainz sowie der westlichen Rhein-Main-Region.
Die SWM erbringen in der Region grundlegende Versorgungsleistungen. Ihr Gasnetz erstreckt sich über acht Kommunen mit rund 39.800 Anschlüssen. Zudem betreut das Unternehmen etwa 26.500 Straßenlaternen in Mainz sowie in den Stadtteilen Amöneburg, Kastel und Kostheim.
Die Gewinnzahl berücksichtigt bereits eine Subvention in Höhe von 33 Millionen Euro, die zur Deckung von Verlusten bei der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) und Zahlungen an die Stadt verwendet wurde. Die MVG beförderte 2025 etwa 56 Millionen Fahrgäste – leicht weniger als im Vorjahr, was auf Baustellen und Ersatzbusse zurückzuführen ist.
Die SWM modernisieren ihre Flotte mit 22 neuen Straßenbahnen, 42 neuen Dieselbussen und 23 neuen E-Bussen. Auch das Fahrradverleihsystem meinRad verzeichnete ein starkes Wachstum: 2025 wurden über 325.000 Fahrten registriert – ein Plus von 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Eigenkapitalquote des Unternehmens liegt bei 41,9 Prozent und damit auf einem soliden Niveau für die Branche. Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen, darunter regulatorische Änderungen, steigende Netzanforderungen sowie multimillionenschwere Investitionen in Infrastruktur, Instandhaltung und Digitalisierung. Die Sanierung des Taubertsbergbads in Mainz verzögert sich zudem, nachdem der Generalunternehmer im November 2025 Insolvenz angemeldet hatte.
Die SWM setzen weiterhin auf den Ausgleich zwischen finanzieller Stabilität und Dienstleistungsausbau. Mit Investitionen in Verkehr und Infrastruktur will das Unternehmen die wachsende Nachfrage bedienen. Trotz Rückschlägen ermöglichen die solide Eigenkapitaldecke und die Subventionshilfen den Betrieb in der gesamten Region aufrechtzuerhalten.
