05 June 2026, 10:18

Verlassene DDR-Militärruine auf Pfählen für 60.000 Euro versteigert – doch was darf man damit tun?

Eins, Zwei, Drei - Insel verkauft!

Verlassene DDR-Militärruine auf Pfählen für 60.000 Euro versteigert – doch was darf man damit tun?

Verfallene Militärruine auf Pfählen für 60.000 Euro versteigert

Eine marode Militärruine auf Stelzen ist für 60.000 Euro unter den Hammer gekommen. Das verlassene Bauwerk, das in der Ostsee nahe der Insel Vilm thront, war einst eine gesperrte Stützpunkt der Volksmarine der DDR. Die neuen Eigentümer müssen sich nun jedoch mit strengen Auflagen abfinden, was sie mit dem ungewöhnlichen Objekt anfangen dürfen.

Die kleine Insel, Ostervilm genannt, wurde mit einem Startgebot von 39.000 Euro gelistet und am 4. Juni verkauft. Sie liegt in der Greifswalder Bodden-Lagune, nur wenige Meter von den geschützten Uferzonen Vilms entfernt – einer Naturreservats mit strikten Tourismusbeschränkungen.

Das auf 600 hölzernen Pfählen errichtete Gebäude steht in zehn Metern Wassertiefe. Sein Betongerüst, ummantelt von Eisenplatten und Holzverkleidungen, beherbergte einst die DDR-Marine bis zu deren Auflösung 1989. Vergleichbare Marinestützpunkte werden heute noch in Kiel und Wilhelmshaven von der Deutschen Marine genutzt.

Der neue Besitzer erbt ein Grundstück mit erheblichen Einschränkungen. Da die Insel als „äußere Zone“ eingestuft ist, wären für jeden Neubau erst Flächenplanungen nötig – Genehmigungen gelten daher als unwahrscheinlich. Auch die militärische Vergangenheit des Standorts blockiert die meisten Umnutzungen oder Sonderprojekte.

Wer hier zugeschlagen hat, besitzt nun ein Stück Kalter-Krieg-Geschichte – doch mit kaum Spielraum für Veränderungen. Größere Umbauten bleiben verboten, sodass die Zukunft der Ruine ungewiss ist. Vorerst wird sie so bleiben, wie sie ist: ein Relikt in den Wellen der Ostsee.

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