VfB Lübeck verzichtet auf Fans nach Ausschreitungen - VfB Lübeck sperrt Fans nach Schlägerei für Auswärtsspiel in Schöningen
VfB Lübeck verbietet Fans die Auswärtsfahrt zum Spiel gegen FSV Schöningen
Der Verein hat seinen Anhängern die Teilnahme am Auswärtsspiel am Freitag in Schöningen untersagt. Die Entscheidung folgt auf gewalttätige Auseinandersetzungen nach der 0:2-Heimniederlage gegen Hamburger SV II in der Regionalliga vergangene Woche. Die Klubführung verurteilte die Vorfälle scharf und betonte erneut ihre Ablehnung jeglicher Gewalt.
Die Ausschreitungen begannen kurz nach dem Abpfiff im Lübecker Elmstadion. Mehr als 50 Personen gerieten in eine Schlägerei, bei der sechs Menschen leicht verletzt wurden. Die Polizei griff ein, um die Lage zu beruhigen, doch der Vorfall löste umgehende Konsequenzen des Vereins aus.
Als Reaktion verkündete der VfB Lübeck, dass für das Spiel in Schöningen keine Auswärtstickets verkauft werden. Zudem wird die Gästefan-Kurve im Elmstadion für künftige Partien geschlossen, und der Vorverkauf für Spieltage wurde vorerst ausgesetzt. Fans, die bereits Karten für das Schöninger Spiel erworben haben, können diese am VfB-Büro zurückgeben und sich das Geld erstatten lassen.
Die deutsche Polizei geht seit Jahren konsequent gegen Fan-Gewalt vor. Schnelle Einsatzkräfte, die Identifizierung von Hooligans und strafrechtliche Verfahren gehören mittlerweile zum Standard – wie etwa die über 50 Festnahmen in Nordrhein-Westfalen während der Saison 2023/24. Präventivmaßnahmen in Bundesländern wie Bayern und Niedersachsen, darunter verstärkte Videoüberwachung, Zusammenarbeit mit Fanprojekten und Stadionverbote, haben die Zahl der Gewaltvorfälle laut Bundeslagebild 2024 des Bundeskriminalamts um bis zu 30 Prozent reduziert.
Mit den aktuellen Maßnahmen will der Verein weitere Störungen verhindern und die Sicherheit bei kommenden Spielen gewährleisten. Fans, die eine Rückerstattung wünschen, müssen sich direkt an die VfB-Geschäftsstelle wenden. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau, während die Ermittlungen zu den Vorfällen der vergangenen Woche andauern.






