Volkswagen plant radikale Stellenstreichungen – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Madlen ScholzVolkswagen plant radikale Stellenstreichungen – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Volkswagen plant massive Stellenstreichungen, von denen bis zu 100.000 Arbeitsplätze betroffen sein könnten. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns und sinkenden Vertrauens der Anleger. Führungskräfte, darunter Konzernchef Oliver Blume, haben eingeräumt, dass einige Sparten kaum noch mithalten können.
Die Unternehmensführung hat bereits mit den Vorbereitungen für einen umfangreichen Personalabbau begonnen, wobei vier deutsche Standorte potenziell gefährdet sind. Zu den möglicherweise betroffenen Werken zählen Hannover und Emden in Niedersachsen. Der Aufsichtsrat wird am 9. Juli zusammentreten, um über die Pläne zu beraten.
Arbeitnehmervertreter wie Daniela Cavallo waren an den ersten Gesprächen über die Stellenstreichungen nicht beteiligt. Trotz anhaltender Profitabilität des Konzerns zeigen sich Investoren besorgt über den generellen Niedergang deutscher Automobilhersteller – insbesondere auf den asiatischen Märkten.
Analysten prognostizieren für das kommende Jahr einen Gewinn je Aktie von 24,21 Euro, während die Aktie derzeit bei 72,54 Euro notiert. Volkswagen weist ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 3,7 für das laufende Geschäftsjahr und 3,0 für 2027 auf. Dennoch halten Sorgen um die Zukunft des Unternehmens Anleger zurück, sodass die Aktie als unterbewertet gilt.
Die geplanten Kürzungen könnten die Geschäftsaktivitäten von Volkswagen in Deutschland grundlegend verändern. Die Entscheidung des Aufsichtsrats im nächsten Monat wird das Ausmaß der Veränderungen bestimmen. Falls der Plan genehmigt wird, könnte er sowohl die Belegschaftszahlen als auch die Produktionskapazitäten beeinflussen.
