Warken plant Reform der Pflegeversicherung mit Steueranreizen für private Vorsorge
Gebhard auch SchlauchinWarken plant Reform der Pflegeversicherung mit Steueranreizen für private Vorsorge
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken schlägt Reformen für das deutsche Pflegeversicherungssystem vor. Damit will sie die wachsende Finanzierungslücke in der gesetzlichen Pflegeversicherung schließen. Ihr Plan sieht unter anderem neue Anreize für private Pflegevorsorge vor.
Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Belastung des öffentlichen Systems zu verringern. Derzeit gibt es bereits verschiedene private Absicherungsmöglichkeiten, etwa Pflegekostenversicherungen, Pflegerenten oder Tagegeldtarife. Diese Zusatzpolicen sollen finanzielle Engpässe abdecken, wenn Pflegebedarf entsteht.
Warken möchte solche privaten Versicherungen attraktiver gestalten. Ein zentraler Vorschlag sieht vor, dass Versicherte ihre Beiträge steuerlich als Altersvorsorgeaufwendungen geltend machen können. Gleichzeitig betont sie, dass die Reformen nicht dazu führen sollen, die Kosten auf Städte und Gemeinden abzuwälzen.
Die Änderungen sollen mehr Menschen dazu bewegen, eine private Pflegeversicherung abzuschließen. Dadurch ließe sich die Finanzierungslücke in der gesetzlichen Pflegeversicherung verringern – und private Vorsorge würde künftig eine größere Rolle bei der Deckung des Pflegebedarfs spielen.






