Wasserknappheit bedroht Wirtschaft: Warum Unternehmen jetzt handeln müssen
Madlen ScholzWasserknappheit bedroht Wirtschaft: Warum Unternehmen jetzt handeln müssen
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat davor gewarnt, dass steigende Temperaturen eine erhebliche wirtschaftliche Bedrohung darstellen. Besonders besorgniserregend sei die wachsende Problematik der Wasserverfügbarkeit, die durch Dürren, sinkende Grundwasserspiegel und austrocknende Seen vorangetrieben werde. Viele Unternehmen seien auf eine zuverlässige Wasserversorgung angewiesen und damit anfällig für Engpässe.
Schneider betonte, dass schrumpfende Grundwasserreserven künftige Unternehmensinvestitionen abschrecken könnten. Besonders große Betriebe mit hohem Wasserbedarf stünden vor besonderen Herausforderungen. Auch die öffentliche Toleranz gegenüber Wasserknappheit beeinflusse die wirtschaftliche Stabilität.
Finanzinstitute, darunter die Bundesbank und Versicherungen, bewerten Naturgefahren mittlerweile stärker bei Kreditentscheidungen. Dieser Wandel setzt Unternehmen unter Druck, ihre Risikobewertungen zu verbessern. Dennoch sei das Bewusstsein für wasserbezogene Risiken in der Wirtschaft noch immer gering.
Die wirtschaftlichen Folgen von Wasserknappheit werden immer deutlicher. Betriebe, die auf eine sichere Wasserversorgung angewiesen sind, könnten zunehmend in Schwierigkeiten geraten, wenn die Engpässe anhalten. Die Finanz- und Versicherungsbranche reagiert bereits, indem sie ihre Risikobewertungen anpasst.
