10 April 2026, 14:37

Winterraps 2026: Gute Entwicklung trotz drohender Käferplage und Behandlungsempfehlungen

A Baldwin Company, Inc. Spring 1935 catalog featuring pink roses and foliage on the cover.

Winterraps 2026: Gute Entwicklung trotz drohender Käferplage und Behandlungsempfehlungen

Winterraps entwickelt sich im Frühjahr 2026 vielversprechend

In vielen Regionen wächst der Winterraps im Frühjahr 2026 gut: Die Pflanzen strecken sich, und der Hauptblütenstand ist bereits sichtbar. Dennoch bleibt der Rapsglanzkäfer eine ernste Bedrohung, weshalb Landwirte den Behandlungsbedarf sorgfältig prüfen müssen.

Experten raten zu einer gründlichen Feldkontrolle, bevor über den Einsatz von Insektiziden entschieden wird. Dabei sollten die Käfer entlang von Transekten gezählt werden – nicht nur am Feldrand oder an besonders auffälligen Pflanzen. Ausschlaggebend ist die Anzahl der Käfer pro Hauptknospe, nicht der Fang in Gelbschalen.

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Eine Behandlung lohnt sich wirtschaftlich erst, wenn vor der Blüte mehr als zehn Käfer pro Hauptknospe auftreten. Falls ein Eingriff nötig ist, können Acetamiprid-haltige Mittel wie Mospilan SG oder Danjiri zwischen den BBCH-Stadien 51 und 59 eingesetzt werden – jedoch ohne Zusatz von Adjuvantien. Für spätere Entwicklungsstadien bieten Tau-Fluvalinat-Produkte wie Mavrik Vita oder Evure eine bienenfreundliche Alternative.

Sind gleichzeitig Rapsstängelrüssler und Glanzkäfer zu bekämpfen, empfiehlt sich Trebon 30 EC – allerdings erst nach dem Ende der täglichen Bienenaktivität. In vielen Fällen lässt sich der Insektizideinsatz jedoch ganz vermeiden, was nützlichen Insekten schont und Kosten spart.

Das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) hat diese Leitlinien veröffentlicht, um Landwirten zu helfen, Pflanzenschutz und Umweltschutz in Einklang zu bringen. Durch präzises Monitoring und die Einhaltung von Behandlungsrichtwerten können Erzeuger unnötige Spritzungen reduzieren und gleichzeitig ihre Erträge sichern.

Quelle