31 March 2026, 20:30

Wolf beißt Frau in Hamburg-Altona – was passiert jetzt mit dem Tier?

Schwarze und weiße Illustration einer Frau, die neben einem Wolf durch eine Waldlandschaft mit Hügeln und Himmel läuft, mit der Beschriftung 'Der Wolf und die Frau' unten.

Wolf beißt Frau in Hamburg-Altona – was passiert jetzt mit dem Tier?

Wolf greift Frau in Hamburg-Altona an – Debatte über Schicksal des Tieres

Ein Wolf hat in Hamburg-Altona eine Frau angegriffen, nachdem sie versucht hatte, das Tier aus einem Durchgang mit automatischen Türen zu befreien. Das Tier biss sie ins Gesicht, bevor es gefangen und in eine Wildtierstation gebracht wurde. Nun beraten Behörden und Wildtierexperten über das weitere Vorgehen.

Der Vorfall ereignete sich, als die Frau dem eingeklemmten Wolf helfen wollte. Das Tier reagierte aggressiv und verletzte sie. Nach dem Angriff wurde der Wolf ohne Betäubung gefangen und in die Wildtierstation Klövensteen im Stadtteil Rissen verbracht.

Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV), plädiert dafür, den Wolf entweder einzuschläfern oder mit einem Peilsender freizulassen. Er verwies auf einen Fall aus dem Jahr 2016, als ein Wolf namens Kurti getötet wurde, nachdem er wiederholt Spaziergänger mit Hunden aufgesucht hatte. Solche Maßnahmen würden Wölfe daran gewöhnen, Menschen zu meiden, und künftige Konflikte verringern, so Dammann-Tamke.

Eine dauerhafte Haltung in Gefangenschaft lehnte er als tierquälerisch ab: Wildtiere gehörten nicht in Gehege. Zudem könne das gezielte Entnehmen einzelner Wölfe das Verhalten ganzer Rudel beeinflussen. Die endgültige Entscheidung liege nun bei den Politikern.

Aktuell gibt es in Hamburg keine bestätigten wildlebenden Wölfe, während das benachbarte Schleswig-Holstein bis 2025 mit etwa 15 bis 20 Tieren in drei bis vier Rudeln rechnet. Ziel bleibt, den Schutz von Wölfen und Nutztieren mit der Sicherheit der Bevölkerung in Einklang zu bringen.

Über das Schicksal des Wolfs wird nun auf Basis politischer und fachlicher Empfehlungen entschieden. Sollte er freigelassen werden, könnte er einen Peilsender erhalten, um seine Bewegungen zu überwachen. Der Fall zeigt die anhaltenden Bemühungen, Wolfspopulationen zu managen und gleichzeitig Risiken für Mensch und Tier zu minimieren.

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