05 April 2026, 08:30

Wolfenbüttel führt kleinere Kita-Gruppen ab 2026 ein – ein Vorstoß für bessere Betreuung

Plakat mit der Aufschrift "Nationaler Ausschuss für Kinderarbeit: Warum? Zweieinhalb Millionen Kinderarbeiter unter sechzehn Jahren heute" mit einer USA-Karte und mehreren illustrierten Gesichtern, die Ausschussmitglieder darstellen.

Wolfenbüttel führt kleinere Kita-Gruppen ab 2026 ein – ein Vorstoß für bessere Betreuung

Wolfenbüttel senkt Gruppengrößen in Kitas ab dem Kindergartenjahr 2026/2027

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Ab dem Kindergartenjahr 2026/2027 wird Wolfenbüttel die Gruppengrößen in seinen Kindertageseinrichtungen reduzieren. Der Stadtrat beschloss die Änderungen im Rahmen des Programms "Demografische Chancen 2030" mit dem Ziel, die Betreuungsqualität angesichts sinkender Geburtenraten zu verbessern. Damit positioniert sich die Stadt als Vorreiter in Niedersachsen für Reformen in der frühen Bildung.

Die neuen Regelungen begrenzen die Gruppen in Krippe auf maximal 14 Kinder – eine Verringerung gegenüber den bisherigen Obergrenzen. In Kindergartengruppen dürfen künftig höchstens 24 Kinder betreut werden, in der Hortbetreuung sind es maximal 19. Ausnahmen können Kita-Leitungen in seltenen Fällen und nur aus pädagogischen Gründen genehmigen.

Die Entscheidung folgt Forderungen von Elternvertreter:innen und Kita-Leitungen, die sich für kleinere Gruppen aussprachen, um die individuelle Förderung zu stärken. Der Stadtrat stimmte mit großer Mehrheit für die Maßnahme; zwei AfD-Mitglieder enthielten sich.

Noch nicht geklärt ist, wie viele kommunale oder freigemeinnützige Einrichtungen betroffen sein werden. Die Umsetzungspläne für das Jahr 2026/2027 werden derzeit von der lokalen Verwaltung ausgearbeitet.

Die Änderungen treten im August 2026 in Kraft und gelten mit strengeren Gruppenobergrenzen für alle Altersstufen. Wolfenbüttels Vorgehen spiegelt die bundesweiten Bestrebungen wider, die Kinderbetreuung an demografische Veränderungen anzupassen. Die proaktive Haltung der Stadt könnte ähnliche Reformen in anderen Teilen Niedersachsens anstoßen.

Quelle