Zufit Simons The Fight Club feiert Uraufführung beim Best OFF Festival
Die Choreografin Zufit Simon wird am 23. April ihr neuestes Werk The Fight Club beim Best OFF Festival in Hannover uraufführen. Bekannt für ihre präzisen Bewegungen und ihren intensiven Stil, prägt sie seit über zwei Jahrzehnten den zeitgenössischen Tanz in Deutschland. Ihre Karriere reicht vom frühen Balletttraining bis zur jüngsten Auszeichnung für ihr Lebenswerk – und das mit erst 45 Jahren.
Simon wurde 1980 in Israel geboren, lebt aber seit 25 Jahren in Deutschland. Mit vier Jahren begann sie zu tanzen, zunächst klassisches Ballett, bevor sie sich der zeitgenössischen Arbeit zuwandte. Ihr erstes Solo fleischlos gewann 2005 den dritten Platz als bestes deutsches Tanzsolo bei der euroscene Leipzig.
Frühe Unterstützung erhielt sie von Dietrich Oberländers artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig, die ihre Stücke von Anfang an produzierte. Viele ihrer Werke feierten später im Berliner LOT Theater Premiere, das jedoch 2024 wegen Insolvenz schließen musste. 2016 strich das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur ihre konzeptionelle Förderung, doch sie setzte ihre Arbeit fort.
Ihr Stück Radical Cheerleading aus dem Jahr 2024 thematisierte körperlichen Protest und Widerstand und gewann den Best OFF Festival-Preis desselben Jahres. Nun markiert The Fight Club eine weitere Wende – diesmal hin zu Kampf und maskuliner Attitüde. Typisch für Simon bleibt dabei ihr trockener Humor und ihre scharf konturierten Bewegungen.
2025 erhielt sie den Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk, eine Würdigung ihres Einflusses auf den unabhängigen Tanz. The Fight Club eröffnet am 23. April das Best OFF Festival und reiht sich ein in Simons lange Liste gefeierter Werke. Trotz Förderkürzungen und Schließungen von Spielstätten blieb ihre Karriere dynamisch – eine Mischung aus Protest, Humor und körperlicher Intensität. Die Uraufführung folgt auf die Auszeichnung für ihr Lebenswerk und festigt ihren Platz in der deutschen zeitgenössischen Tanzszene.






