1&1 CEO Dommermuth Rules Out Sale to Telefónica - 1&1 trotzt den Mobilfunkriesen – und will weiter wachsen
1&1 baut seine Position auf dem deutschen Mobilfunkmarkt kontinuierlich aus, seit das Unternehmen 2019 sein eigenständiges 4G-Netz in Betrieb genommen hat. Zwar bleibt es deutlich kleiner als die Marktführer Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2, doch durch wettbewerbsfähige Preise und schrittweises Kundenwachstum hat sich der Anbieter etabliert. Nun stellt Gründer Ralph Dommermuth die Regulierungsbehörden infrage – und weist Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Unternehmens zurück.
Die Markteinführung von 1&1 als vierter Mobilfunkanbieter in Deutschland hat die Branche aufgemischt. Verbraucher profitieren seither von sinkenden Preisen dank des verstärkten Wettbewerbs. Dennoch kontrollieren die drei großen Anbieter – Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 – auch 2025 noch rund 90 Prozent des Marktes.
Aktuell liegt Dommermuth im Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur. Er kritisiert, dass die Verlängerung von Frequenzen im niedrigen Frequenzbereich ausschließlich an die etablierten Anbieter vergeben wurde – obwohl diese Bänder für die Innenraumabdeckung entscheidend seien. Trotz des Konflikts bleibt sein Fokus auf Expansion gerichtet.
Bis Ende 2025 erreichte das Netz von 1&1 bereits 27 Prozent der deutschen Haushalte und übertraf damit das regulatorische Ziel von 25 Prozent. Bis Ende 2026 strebt das Unternehmen eine Abdeckung von 35 Prozent an. Einen Verkauf der Sparte schließt Dommermuth kategorisch aus und bekräftigt sein langfristiges Engagement. Gleichzeitig zeigt er sich offen für Kooperationen, etwa beim gemeinsamen Nutzen von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten, um die Effizienz zu steigern.
1&1 bleibt damit ein Herausforderer der deutschen Mobilfunkriesen – mit aggressiven Preisen und wachsender Netzabdeckung. Der juristische Streit um die Frequenzvergabe könnte die weitere Entwicklung prägen. Dommermuths klare Absage an einen Verkauf unterstreicht indes den Willen, das Netz nachhaltig auszubauen.






