07 May 2026, 04:31

AfD-Politiker Gottschalk fordert radikale Wende in Energie-, Steuer- und Rentenpolitik

Plakat bewirbt Bergbahn, Deutschland als Elektrostadt mit Bildern von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

AfD-Politiker Gottschalk fordert radikale Wende in Energie-, Steuer- und Rentenpolitik

Christian Gottschalk, Mitglied der Alternative für Deutschland (AfD), hat seine Positionen zu Energiepolitik, Steuern und Rentenreformen dargelegt. Seine Vorschläge umfassen tiefgreifende Kurswechsel – von der Abschaffung der EU-Agrarsubventionen bis hin zu einer Neubewertung der Parteihaltung in Sachen Rente und den Plänen für einen „Dexit“ nach Brexit-Vorbild.

Gottschalk sprach auch über seinen eigenen Einsatz grüner Technologien: In seinem Haushalt nutzen er und seine Familie eine Wärmepumpe, Solaranlagen und ein Elektroauto einer deutschen Marke.

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Zum Thema Energie betonte Gottschalk, dass Wärmepumpen die kostengünstigste Lösung zum Heizen von Wohnräumen seien. Er widerlegte die Annahme, sie funktionierten nur mit Fußbodenheizung, und verwies auf seine eigenen Erfahrungen mit dem System im vergangenen Jahr. Sein Haushalt wird zudem durch eine Photovoltaikanlage, einen Stromspeicher und ein deutsches Elektroauto versorgt.

In der Steuerdebatte räumte er zwar Fortschritte unter der Großen Koalition ein, etwa bei der Senkung der Unternehmenssteuern, der Absenkung der Energieabgaben oder der Erhöhung der Pendlerpauschale. Doch diese Maßnahmen gingen ihm nicht weit genug. Zudem forderte er ein Ende der EU-Agrarsubventionen, da Landwirte diese seiner Meinung nach nicht mehr benötigten.

Bei der Rente schlug Gottschalk weitreichende Reformen vor. So regte er an, einen Teil des Kindergeldes in einen staatlich verwalteten Fonds zu überführen, der am Kapitalmarkt investiert wird. Auch die Einnahmen aus einer möglichen Pkw-Maut könnten in ein neues Rentensystem fließen. Darüber hinaus plädierte er dafür, dass die AfD ihr Ziel aufgibt, das österreichische Rentenniveau von 70 Prozent zu übernehmen. Nicht alle Arbeitnehmer – insbesondere Handwerker – könnten bis über das 65. Lebensjahr hinaus arbeiten, weshalb Rentenreformen unverzichtbar seien.

Gottschalk signalisierte zudem die Notwendigkeit, Teile des AfD-Programms zu überarbeiten – darunter die 2022 beschlossene „Dexit“-Forderung, die einen Austritt Deutschlands aus der EU vorsieht.

Seine Vorschläge reichen von der Förderung grüner Energien bis hin zu Reformen in der Renten- und Steuerpolitik. Die Forderung nach einem Stopp der EU-Agrarsubventionen und die geplante Anpassung der AfD-Positionen markieren dabei eine Abkehr von bisherigen Parteistandpunkten. Die Diskussion über diese Ideen wird voraussichtlich anhalten, während die AfD ihr Programm überprüft.

Quelle