Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro für ein Stück Antike
Madlen ScholzGrünes Licht: Bayern stellt 30 Millionen Euro für das Römer Museum bereit - Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro für ein Stück Antike
Augsburg bekommt neues Römermuseum – Bayern sagt 30 Millionen Euro zu
Nach der Zusage von 30 Millionen Euro durch die bayerische Staatsregierung steht in Augsburg der Bau eines neuen Römermuseums bevor. Die Stadt, einst eine der bedeutendsten römischen Siedlungen nördlich der Alpen, wartet seit über einem Jahrzehnt auf einen Ersatz für ihr letztes Museum, das 2012 geschlossen wurde. Die Gesamtkosten für die neue Einrichtung werden auf 60 Millionen Euro geschätzt – die Hälfte davon ist nun durch die Landesförderung gesichert.
Augsburgs römische Vergangenheit reicht mehr als 2.000 Jahre zurück. Von Kaiser Augustus gegründet, entwickelte sich die damals als Augusta Vindelicum bekannte Stadt zum administrativen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum der römischen Provinz Raetien. Archäologen entdeckten hier seltene Funde, darunter Mosaike, Wandmalereien und Marmorverkleidungen in der Nähe des Forums, die den Reichtum und die Bedeutung der Stadt belegen. Ein kürzlich restauriertes Mosaik aus den 1980er-Jahren unterstreicht zusätzlich die elitäre römische Vergangenheit Augsburgs.
Das neue Museum entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Gefängniskomplexes in der Karmelitengasse, einem staatlichen Grundstück. Es wird eng mit der Landesausstellung Römisches Bayern verknüpft sein, die von der Archäologischen Staatsammlung München kuratiert wird. Zwar muss der Augsburger Stadtrat die Pläne noch absegnen, doch das Ziel ist klar: Bis 2033 soll der Bau abgeschlossen sein.
Anders als viele römische Stätten in Schwaben kann Augsburg außergewöhnlich gut erhaltene Überreste von Luxusresidenzen vorweisen. Diese Funde haben den Druck für ein modernes Museum erhöht, das das römische Erbe der Stadt angemessen präsentiert.
Die Zusagen von 30 Millionen Euro durch den Freistaat Bayern markieren einen entscheidenden Schritt für das Projekt. Mit der Hälfte der Finanzierung gesichert, rückt die Verwirklichung des Museums näher. Bei einer Genehmigung könnte die Öffentlichkeit bereits in den frühen 2030er-Jahren wieder Zugang zu Augsburgs römischen Schätzen erhalten.






