"Berlin ist Kultur" kämpft mit Aktionswoche für mehr Fördergelder vor der Wahl
Gebhard auch Schlauchin"Berlin ist Kultur" kämpft mit Aktionswoche für mehr Fördergelder vor der Wahl
„Berlin ist Kultur“-Initiative startet Aktionswoche für mehr Kulturförderung vor der Berliner Wahl
Die Initiative „Berlin ist Kultur“ hat eine Aktionswoche gestartet, um die Kulturförderung ganz oben auf die Agenda für den Berliner Wahlkampf zu setzen. Politiker:innen der Linken und der Grünen, darunter Katharina Marg und Bertram von Boxberg, nahmen an der Auftaktveranstaltung teil. Die Gruppe plant, den Slogan #deineStimmefürKultur in den Kulturstätten der Stadt zu verbreiten.
Ziel der Initiative ist es, direkt in den Wahlkampf einzugreifen. Dafür wurden „Wahl-Lackmustests“ für Kandidat:innen entwickelt, die deren Haltung zu künstlerischer Bildung und Förderung überprüfen. Die beteiligten Institutionen fordern im „Berliner Appell“ mindestens drei Prozent des Landeshaushalts für die Kultur.
Der künstlerische Leiter des Berliner Ensembles, Oliver Reese, verurteilte die jüngsten Kürzungen im Kulturbereich als Fehler. Er erinnerte an einen prägenden Moment mit 14 Jahren im Theater von Paderborn und betonte, wie kulturelle Erfahrungen Leben verändern. Reese warnte zudem vor der drohenden Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße wegen finanzieller Engpässe.
Tom Streidel, Tischler am Maxim-Gorki-Theater, wies auf die Gefahr stark steigender Mieten und eine mögliche Zerschlagung des Spielorts hin. Gabi Dan Droste, Leiterin des FELD Theaters, verglich die Förderkrise mit dem Mythos von Ikarus, der der Sonne zu nah kam.
Die Kampagne fordert verlässliche Finanzierungsstrukturen für Berlins Kulturszene. In der ganzen Stadt werden Kulturstätten den Slogan #deineStimmefürKultur zeigen, um das Thema präsent zu halten. Mit ihren Forderungen und Tests will die Initiative die Kandidat:innen drängen, kulturelle Prioritäten vor der Wahl zu setzen.






