Berlin plant dritte Internationale Bauausstellung – Chance für moderne Stadtentwicklung
Gunda JopichBerlin plant dritte Internationale Bauausstellung – Chance für moderne Stadtentwicklung
Berlin wird von 2034 bis 2037 zum dritten Mal die Internationale Bauausstellung (IBA) ausrichten. Die Entscheidung des Berliner Senats stößt beim Architekten- und Ingenieurverein Berlin-Brandenburg (AIV) auf starke Zustimmung. Die Vereinigung sieht in der Veranstaltung eine Gelegenheit, moderne städtische Herausforderungen mit frischen Ideen anzugehen.
Der AIV begrüßt die Senatsentscheidung und bezeichnet die IBA als zentrale Plattform für Innovation. Man ist überzeugt, dass die Ausstellung neue Maßstäbe in der Stadtplanung setzen kann – ähnlich wie die früheren Berliner Bauausstellungen in den 1950er- und 1980er-Jahren. Ein besonderer Fokus wird dabei auf dem S-Bahn-Ring liegen, wo die Übergangsbereiche zwischen Innenstadt und äußerem Stadtgebiet grundlegend aufgewertet werden könnten.
Der Verband betont zudem die Notwendigkeit klarer Regeln und ambitionierter Ziele. Ohne diese drohe das Potenzial der IBA, die künftige Stadtentwicklung zu prägen, ungenutzt zu bleiben. Gleichzeitig argumentieren Befürworter von Olympischen Spielen und Expo, dass sich solche Großveranstaltungen gut mit dem Zeitrahmen der IBA verbinden ließen.
Während die IBA nun feststeht, bleiben Berlins olympische Ambitionen ungewiss. Ein grundlegendes Bewerbungskonzept fehlt weiterhin, was bei manchen Zweifel an den aktuellen Prioritäten des Senats aufkommen lässt.
Die IBA wird über drei Jahre laufen und Berlin die Chance bieten, städtische Räume neu zu denken. Ihr Erfolg hängt von konsequenter Planung und klar definierten Zielen ab. Derzeit scheint der Fokus der Stadt fest auf der Ausstellung zu liegen – während andere große Projekte weiterhin in der Schwebe hängen.






