Brandenburgs Ministerpräsident feiert Karneval als kulturelles Erbe – und neckt Berlin
Gebhard auch SchlauchinKarneval in Potsdam - und Woidke stichelt gegen Berlin - Brandenburgs Ministerpräsident feiert Karneval als kulturelles Erbe – und neckt Berlin
Karnevalsfeiern stehen in Brandenburg im Mittelpunkt – Ministerpräsident Dietmar Woidke würdigt die Tradition als Identitätsstifter
In Brandenburg rücken die Karnevalsfeiern in den Fokus: Ministerpräsident Dietmar Woidke hat die Tradition als zentralen Bestandteil der regionalen Identität hervorgehoben. Bei einer Veranstaltung in der Staatskanzlei betonte er ihre Bedeutung für den Zusammenhalt und die Gemeinschaft. Gleichzeitig gewinnen Bestrebungen an Fahrt, den Karneval in mehreren deutschen Bundesländern offiziell als schützenswertes Kulturgut anzuerkennen.
Woidke lud zu einem Karnevalstreffen in die Brandenburgische Staatskanzlei ein, wo er das Fest als lebendiges kulturelles Erbe pries. Es stehe für Verbundenheit und sei tief in den lokalen Bräuchen verwurzelt, so der Ministerpräsident. In seiner Rede nahm er dabei auch humorvoll Berlin auf die Schippe – mit einem Augenzwinkern zur angeblichen Unordnung in der Hauptstadt.
Die Bemühungen um eine formelle Anerkennung haben in den vergangenen Jahren an Dynamik gewonnen. Das Saarland war 2024 das erste Bundesland, dessen Karnevalstraditionen offiziell in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurden; die bundesweite Registrierung folgte 2025. Thüringen reichte ebenfalls 2025 einen Antrag ein, um die Karnevalskultur in Ostdeutschland zu würdigen. Nun schließen sich Verbände aus Brandenburg, Berlin und anderen Ländern der Initiative an – mit dem Ziel, auch ihre regionalen Feiern als immaterielles Kulturerbe schützen zu lassen.
Woidke verriet zudem, dass er Berlins regierenden Bürgermeister Kai Wegner scherzhaft eingeladen habe, an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Bisher hat der Bürgermeister das Angebot jedoch nicht angenommen.
Die Bewegung, den Karneval als immaterielles Kulturerbe zu bewahren, breitet sich in Deutschland weiter aus. Während das Saarland bereits anerkannt ist und Thüringens Antrag läuft, drängen weitere Regionen auf einen offiziellen Status. Das Argument, dass die Tradition Gemeinschaften zusammenführt, bleibt dabei zentral.
Berliner Multikulti-Karneval für Mai 2026 geplant
Der Berliner Karneval der Kulturen findet vom 22.-25. Mai 2026 statt und bietet einen farbenfrohen Kontrast zu den jüngsten Feierlichkeiten in Brandenburg. Das viertägige Event wird Folgendes bieten:
- Ein Straßenfest auf dem Blücherplatz mit internationalen Food-Ständen und Live-Musikbühnen
- Kulturvorstellungen, die die vielfältigen Communities Berlins repräsentieren
- Familienfreundliche Aktivitäten und globale Tanzvorführungen. Dieses multikulturelle Fest folgt auf Ministerpräsident Woidkes humorvolle Einladung an den Berliner Bürgermeister, die bisher unbeantwortet blieb.