02 April 2026, 16:34

Brandenburgs Spargelbauern kämpfen mit schrumpfenden Flächen und hohen Preisen

Altes Buch mit einer detaillierten Karte der brandenburgischen Region Deutschlands auf einem schwarzen Hintergrund, begleitet von Texten über die Region.

Brandenburgs Spargelbauern kämpfen mit schrumpfenden Flächen und hohen Preisen

Spargelsaison in Brandenburgs größtem Anbaugebiet um Beelitz hat begonnen

Die Landwirte in Brandenburgs wichtigstem Spargelanbaugebiet um Beelitz melden eine starke Nachfrage der Kunden – doch die Preise bleiben mit 15 bis 18 Euro pro Kilogramm hoch. Dennoch kämpft die Branche mit schrumpfenden Anbauflächen und steigenden Kosten.

In den vergangenen fünf Jahren sind die Spargelfelder Brandenburgs deutlich kleiner geworden. Während 2021 noch rund 1.200 Hektar für den Anbau genutzt wurden, sind es 2025 nur noch etwa 950 Hektar. Höhere Produktionskosten, Arbeitskräftemangel und Dürreperioden infolge des Klimawandels haben einige Erzeuger zum Aufgeben gezwungen. Zudem drücken günstige Importe aus Spanien, Mexiko und Griechenland die Nachfrage nach heimischem Spargel.

In diesem Jahr ernteten die Landwirte fast 19.000 Tonnen Spargel. Sie erwarten eine gute Saison, wobei die Preise voraussichtlich auf 10 bis 12 Euro pro Kilogramm sinken werden, sobald das Angebot steigt. Doch die steigenden Ausgaben belasten weiterhin die Gewinne. Die jüngste Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland hat die Lohnkosten in die Höhe getrieben, während der Konflikt im Iran die Dieselpreise ansteigen ließ – was zusätzlich die Energiekosten erhöht.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt Brandenburg ein zentraler Spargelproduzent. Der langjährige Ruf der Region für hochwertigen Spargel sorgt dafür, dass Käufer trotz wachsender ausländischer Konkurrenz treu bleiben.

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Die Saison startet mit hohen Preisen und stabiler Nachfrage, doch die Landwirte müssen sich mit kleineren Flächen und knapperen Budgets arrangieren. Sollten die Kosten weiter steigen, könnte die Produktion weiter zurückgehen. Vorerst konzentrieren sich die heimischen Erzeuger auf eine erfolgreiche Ernte – und beobachten die Marktentwicklung genau.

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