25 March 2026, 02:29

Bund Naturschutz kämpft gegen Lichtverschmutzung in Ottobeuren

Langzeitaufnahme einer nächtlichen Stadtstraße mit Lichtspuren auf der Straße, beleuchteten Pflanzen, Pfählen, Lichtern und Gebäuden vor einem dunklen Himmel.

Bund Naturschutz kämpft gegen Lichtverschmutzung in Ottobeuren

Jahreshauptversammlung des Bund Naturschutz in Ottobeuren: Lichtverschmutzung im Fokus

Die Ortsgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) veranstaltete ihre jährliche Hauptversammlung, bei der das Thema Lichtverschmutzung im Mittelpunkt stand. Robert Blasius, Vertreter der Initiative "Wächter der Nacht", führte in die Problematik ein und erläuterte, wie übermäßiges künstliches Licht Mensch und Tier beeinträchtigt. Zudem wurden langjährige Mitglieder sowie ein Schlüsselfigur des örtlichen Kräutergartens geehrt.

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Martin Schweiger, Erster Vorsitzender des BN Ottobeuren, eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßung und stellte Blasius vor. Der Referent machte deutlich, wie Lichtsmog natürliche Rhythmen stört und sowohl Ökosysteme als auch die menschliche Gesundheit belastet. Entgegen verbreiteter Annahmen ereignen sich die meisten Einbrüche und Gewaltverbrechen am Tag – ein Argument, das die angebliche Sicherheitsfunktion von nächtlicher Beleuchtung infrage stellt.

Besondere Anerkennung fand Wendelin Schindele, der seit 1998 den Kräutergarten mitgestaltet hat. Als dessen "Architekt" erhielt er ein Poster, ein Präsentkorb vom Eine-Welt-Laden sowie eine Würdigung für seinen verstorbenen Weggefährten Harald Mader.

Langjährige BN-Mitglieder mit über 40 Jahren Engagement wurden mit Urkunden und silbernen Anstecknadeln geehrt. Die Veranstaltung unterstrich das Engagement der Gruppe für Umweltschutz – etwa durch Initiativen zur Reduzierung unnötiger Beleuchtung.

Den Abschluss bildete ein Appell zu konkreten Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung. Die Teilnehmer verließen die Versammlung mit einem vertieften Bewusstsein für die Folgen und Handlungsnotwendigkeiten. Die Ehrungen für Schindele und die verdienten Ehrenamtlichen betonten zudem die Verbundenheit des Ortsverbands mit der lokalen Naturschutzarbeit.

Quelle