22 March 2026, 16:32

Caritas warnt vor Energiekosten: Ärmere Haushalte besonders belastet

Ein hohes Wohnhaus mit zahlreichen Fenstern, Balkonen mit Geländern und Klimaanlagen, umgeben von dichtem Grün.

Caritas warnt vor Energiekosten: Ärmere Haushalte besonders belastet

Caritas fordert mehr Unterstützung für einkommensschwache Haushalte angesichts steigender Energiekosten

Die katholische Wohlfahrtsorganisation Caritas drängt auf stärkere Hilfen für Haushalte mit geringem Einkommen, da die Energiekosten weiter steigen. Die Organisation fordert einen vereinfachten Zugang zu staatlichen Leistungen wie Wohngeld sowie bessere Beratung zum Energiesparen für finanziell belastete Familien. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über Heizkosten und Klimaziele im deutschen Mietwohnungssektor.

Laut dem siebten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung geben Haushalte mit einem Monatsnettoeinkommen unter 1.300 Euro rund zehn Prozent ihres Budgets für Energieausgaben im Wohnbereich aus. Bei Haushalten mit Einkommen über 5.000 Euro liegt dieser Anteil bei unter fünf Prozent. Die Zahlen verdeutlichen die zunehmende finanzielle Belastung ärmerer Familien.

Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa fordert verbindliche Vorgaben für klimafreundliche Heizsysteme in Mietwohnungen. Moderne, auf erneuerbaren Energien basierende Anlagen würden ihrer Meinung nach langfristig für stabile Preise sorgen und die Emissionen senken. Zudem plädiert die Organisation für rechtliche Reformen, um die Umstellung zu beschleunigen.

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sieht bereits vor, dass neue Heizungsanlagen einen bestimmten Anteil erneuerbarer Energien nutzen müssen. Seit 2024 gilt in ausgewiesenen Gebieten eine Quote von mindestens 65 Prozent, die schrittweise bis 2040 auf 60 Prozent steigen soll. Bisher gibt es jedoch keine spezifischen Regelungen, die die Nachrüstung in bestehenden Mietshäusern vorschreiben.

Die sogenannte Wärmewende, also der Umstieg auf nachhaltige Heizsysteme, soll die Abhängigkeit von den globalen Ölmärkten verringern. Caritas betont, dass dies sowohl dem Klimaschutz als auch dem Geldbeutel der Verbraucher zugutekäme.

Die Organisation pocht auf gesetzliche Änderungen, um klimafreundliche Heizungen in Mietwohnungen durchzusetzen. Zu den Vorschlägen gehören der Ausbau staatlicher Förderungen und strengere Vorgaben für die Installation neuer Anlagen. Ohne entsprechende Maßnahmen drohen einkommensschwachen Haushalten weiter steigende Energiekosten und eine verschärfte finanzielle Notlage.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle