Cyberangriffe auf Elektroautos: Wie Hacker vernetzte Fahrzeuge gefährden
Madlen ScholzCyberangriffe auf Elektroautos: Wie Hacker vernetzte Fahrzeuge gefährden
Elektroautos sehen sich wachsender Gefahr durch Cyberangriffe ausgesetzt, wie ein neuer Bericht zeigt. Zwar haben vernetzte Funktionen das Fahren in vielerlei Hinsicht sicherer gemacht, doch können Hacker Schwachstellen in der Software ausnutzen, um die Kontrolle über zentrale Fahrzeugfunktionen zu übernehmen. Experten warnen, dass selbst verbesserte Sicherheitsmaßnahmen nicht alle Risiken beseitigt haben.
Moderne Autos setzen auf Software-Schnittstellen für Fahrerassistenzsysteme und andere vernetzte Funktionen. Diese haben zwar das Unfallrisiko verringert, gleichzeitig aber auch Cyberkriminellen Tür und Tor geöffnet. Schwache Authentifizierungsmechanismen in einigen Programmierschnittstellen (APIs) ermöglichen es Angreifern, allein mit der Fahrzeug-Identifikationsnummer Zugriff zu erlangen.
Bisher gab es in den letzten fünf Jahren keine bekannten großflächigen Angriffe auf Elektroautos über API-Schwachstellen. Dennoch betonen Forscher eine ernste Bedrohung: Hacker könnten Funktionen wie die Heizung auf höchster Stufe bei tausenden Fahrzeugen gleichzeitig aus der Ferne aktivieren. Ein solcher Angriff würde die Batterien vollständig entladen und ganze Modellreihen unbrauchbar machen.
Die Branche hat die IT-Sicherheit zwar durch klarere Standards und die Zusammenarbeit zwischen Herstellern gestärkt. Dennoch bleiben Restrisiken bestehen. Experten arbeiten weiterhin daran, Sicherheitslücken zu schließen, da die Gefahr durch Cyberangriffe schneller wächst als das Risiko traditioneller Unfälle sinkt.
Der Bericht unterstreicht, wie sich das Risikospektrum für Elektroautos verschiebt: Während Unfälle seltener werden, erfordern digitale Schwachstellen kontinuierliche Aufmerksamkeit. Hersteller und Sicherheitsteams konzentrieren sich nun auf strengere API-Abschirmungen und schnelle Reaktionsmechanismen, um großflächige Störungen zu verhindern.






