22 March 2026, 14:35

Deepfakes und digitale Gewalt: Warum Brandenburgs Innenminister jetzt härter durchgreifen will

Ein Mann im Anzug und Krawatte spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich zur Ankündigung eines vom Staat genehmigten Gesetzes zur Verbots des Internetgebrauchs.

Innenminister Redmann: 'Digitale Gewalt ist echte Gewalt' - Deepfakes und digitale Gewalt: Warum Brandenburgs Innenminister jetzt härter durchgreifen will

Ein viel beachteter Fall digitaler Gewalt hat in Deutschland die Debatte über Online-Hass neu entfacht. Die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes hat sich kürzlich zu sexualisierten Deepfakes und Belästigungen geäußert, die angeblich von ihrem Ex-Partner, dem Schauspieler Christian Ulmen, ausgingen. Die Affäre hat nun eine deutliche Reaktion von Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) ausgelöst, der für eine strengere Verfolgung solcher Straftaten plädiert.

Fernandes' Vorwürfe brachten das Thema zunächst in den Fokus der Öffentlichkeit. In einem tagesschau-Podcast schilderte sie, wie ihr Gesicht und ihre Stimme für pornografische Deepfakes missbraucht wurden – begleitet von Behauptungen über erfundene Online-Affären. Der Fall hat die Diskussionen über digitale Gewalt in den vergangenen zwei Jahren weiter verschärft.

Redmann fordert nun dringendes Handeln. Er betont, dass digitale Gewalt – einschließlich Deepfakes – reale Gewalt mit schweren Folgen für die Opfer darstellt. Der Minister unterstrich, dass der Staat solche Straftaten genauso ernst nehmen müsse wie physische Angriffe.

Um das Problem zu bekämpfen, will Redmann, dass Polizei und Sicherheitsbehörden ihre Fähigkeiten zur Verfolgung von Tätern im Netz ausbauen. Er argumentiert, dass die Behörden mehr Fachwissen im Bereich Cyberkriminalität, moderne Technologien und schärfere rechtliche Instrumente benötigen, um Gerechtigkeit in digitalen Räumen durchzusetzen.

Unterdessen hat Ulmens Anwalt, Christian Schertz, angekündigt, rechtliche Schritte einzuleiten. Er wirft Medien vor, sich auf einseitige Darstellungen zu stützen und falsche Anschuldigungen gegen seinen Mandanten zu verbreiten.

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Der Fall setzt die deutschen Behörden unter Druck, Lücken bei der Bekämpfung digitaler Gewalt zu schließen. Redmanns Vorschläge zielen darauf ab, die Ermittlungsbehörden besser in die Lage zu versetzen, Täter zu identifizieren und Betroffene zu schützen. Das Ergebnis könnte maßgeblich beeinflussen, wie künftig mit Fällen von Online-Missbrauch in Deutschland umgegangen wird.

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