Deutschland plant ersten Fusionsreaktor – ein Meilenstein für die Energiewende
Ida BlochDeutschland plant ersten Fusionsreaktor – ein Meilenstein für die Energiewende
Deutschland hat Pläne für den Bau seines ersten Fusionsreaktors bekannt gegeben – ein zentraler Baustein einer hochtechnologischen Energiewende. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete das Vorhaben als eine "Revolution" in der Stromversorgung. Der Schritt markiert eine Abkehr von der langjährigen Atompolitik des Landes.
Die Pläne präsentierte Merz am Dienstag und betonte, dass die Fusionsforschung eine zentrale Priorität darstelle. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder unterstützte die Initiative und schlug vor, nuklearen Abfall als Brennstoff für den Reaktor wiederzuverwerten.
Deutschland hatte nach der Fukushima-Katastrophe 2011 den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Nun setzt die Regierung auf kleine modulare Reaktoren und Fusionstechnologie als sauberere Alternativen. Ziel ist es, den ersten Fusionsreaktor in den kommenden Jahren in Betrieb zu nehmen.
Das Projekt steht für einen grundlegenden Wandel in der deutschen Energiepolitik. Bei Erfolg könnte der Reaktor die Stromversorgung des Landes neu gestalten und gleichzeitig die Probleme mit dem Atommüll angehen. Einen konkreten Zeitplan für die Fertigstellung gab die Regierung bisher jedoch nicht bekannt.






