19 April 2026, 10:30

Deutschland und Niederlande verschärfen gemeinsam Kampf gegen irreguläre Migration

Liniendiagramm, das die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Deutschland und Niederlande verschärfen gemeinsam Kampf gegen irreguläre Migration

Deutschland und die Niederlande vereinbaren gemeinsame Maßnahmen gegen irreguläre Migration und beschleunigte Abschiebungen

Deutschland und die Niederlande haben einen gemeinsamen Plan vorgelegt, um irreguläre Migration einzudämmen und Abschiebungen zu beschleunigen. Die Vereinbarung wurde in Berlin von Innenminister Alexander Dobrindt und dem niederländischen Minister für Migration und Asyl, Bart van den Brink, finalisiert. Beide Länder streben an, das EU-Asyl- und Migrationsabkommen zügiger umzusetzen.

Die beiden Minister trafen sich in Berlin, um die Sicherheits- und Migrationskontrollen an ihrer gemeinsamen Grenze zu verstärken. Ein zentraler Bestandteil der Absprache ist die engere Zusammenarbeit ihrer Sicherheitsbehörden. Spezialeinheiten beider Staaten werden künftig noch enger zusammenarbeiten.

Die Behörden auf beiden Seiten der Grenze werden demnächst rund um die Uhr Informationen austauschen. Dieser Echtzeit-Datenaustausch soll helfen, irreguläre Migrantinnen und Migranten schneller zu identifizieren und zu bearbeiten. Der Plan sieht zudem neue Instrumente vor, darunter sogenannte "Rückkehrzentren", um die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber effizienter zu gestalten.

Deutschland und die Niederlande haben sich verpflichtet, die Zahl der Abschiebungen deutlich zu erhöhen. Zudem wollen sie die diplomatischen Beziehungen zu Drittstaaten ausbauen, um Rückführungsabkommen zu verbessern. Ziel ist es, die Anzahl der Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus in Europa zu verringern.

Die Vereinbarung stellt einen konkreten Schritt hin zu strengeren Grenzkontrollen und schnelleren Asylverfahren dar. Durch die erweiterte Zusammenarbeit und die neuen Rückkehrzentren erwarten beide Länder, in den kommenden Monaten mehr abgelehnte Antragsteller abschieben zu können. Der Plan steht im Einklang mit der übergeordneten EU-Strategie, Migration wirksamer zu steuern.

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