Drei Reformpakete der Regierung: Höhere Steuern, neue Rente und Krankenkassen-Kosten für Millionen
Gunda JopichDrei Reformpakete der Regierung: Höhere Steuern, neue Rente und Krankenkassen-Kosten für Millionen
Die regierende Koalition hat drei große Reformpakete angekündigt, die Steuern, Renten und Krankenversicherungen für Millionen Menschen verändern werden. Die Pläne umfassen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, ein neues Rentensystem sowie das Ende der beitragsfreien Familienversicherung für Ehepartner. Viele Haushalte werden durch diese Änderungen mit höheren Kosten belastet.
Ab Januar 2027 wird die Riester-Rente durch ein neues Sparguthaben-System ersetzt. Anders als beim alten Modell gibt es hier keine garantierten Renditen. Stattdessen wirbt die Regierung mit höheren Renditechancen und attraktiveren staatlichen Zulagen, um die Teilnahme zu fördern. Erstmals haben auch Selbstständige Anspruch auf Förderung nach den neuen Rentenvorgaben.
Geplant ist zudem eine Anhebung des regulären Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 21 Prozent. Diese Maßnahme würde zusätzliche Einnahmen von 31 Milliarden Euro bringen. Um die Belastung abzufedern, sollen Geringer- und Mittelverdiener steuerlich entlastet werden. Gleichzeitig sinkt der ermäßigte Steuersatz für Grundnahrungsmittel von sieben auf vier Prozent.
Eine weitere weitreichende Änderung betrifft die Krankenversicherung: Die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenkasse wird abgeschafft – davon sind rund 2,5 Millionen Menschen betroffen. Die Betroffenen müssten künftig mindestens 225 Euro monatlich zahlen, davon 200 Euro für die Kranken- und 25 Euro für die Pflegeversicherung.
Die Reformen verlagern finanzielle Lasten in mehrfacher Hinsicht auf die Bürger: Sparer tragen höhere Risiken, die Mehrwertsteuererhöhung betrifft alle Verbraucher, und Millionen verlieren den kostenlosen Versicherungsschutz. Die Regierung begründet die Änderungen als notwendige Anpassungen und verspricht gezielte Entlastungen für einkommensschwächere Haushalte.






