30 April 2026, 10:36

Edeka will 200 Tegut-Filialen retten – doch das Kartellamt muss zustimmen

Innenansicht eines Einkaufszentrums mit Menschen, Geschäften, Informationsschildern mit der Aufschrift 'Herzlich willkommen', Deckenleuchten, Geländern und einem Topf mit einer Pflanze am Boden.

Edeka will 200 Tegut-Filialen retten – doch das Kartellamt muss zustimmen

Edeka plant Übernahme von 200 Tegut-Filialen nach Migros-Rückzug aus Deutschland

Edeka hat bekannt gegeben, 200 Märkte der Supermarktkette Tegut zu übernehmen, nachdem Migros sich aus dem deutschen Markt zurückgezogen hat. Der Deal steht nun noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt in Bonn. Edeka-Chef Markus Mosa betonte die Dringlichkeit der Entscheidung und warnte, dass Verzögerungen zu Schließungen und Arbeitsplatzverlusten führen könnten.

Die geplante Übernahme erfolgt im Zuge des Migros-Ausstiegs aus Deutschland, der die Zukunft von Tegut ungewiss macht. Edeka hat zugesichert, alle 4.500 Arbeitsplätze zu erhalten und den Betrieb an jedem Standort aufrechtzuerhalten – selbst in weniger rentablen Gebieten. Mosa versprach zudem, alle Mitarbeiter zu übernehmen, falls die Übernahme gelingt.

Der Edeka-Chef forderte das Kartellamt auf, das Prüfverfahren zu beschleunigen, und argumentierte, dass anhaltende Unsicherheit das Risiko von Filialschließungen und Entlassungen berge. Gleichzeitig kritisierte er globale Lieferanten wie Nestlé für Preistreiberei und verwies dabei auf die steigenden Kosten für Schokoladenprodukte als Beispiel.

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Mit dem Übernahmeangebot will Edeka die lokale Nahversorgung in den von Tegut bedienten Gemeinden sichern. Das Unternehmen betont, alle bestehenden Filialen zu erhalten – unabhängig von ihrer Wirtschaftlichkeit –, sofern die Wettbewerbshüter grünes Licht geben.

Die Entscheidung des Bundeskartellamts wird darüber entscheiden, ob Edeka die Übernahme vollziehen kann. Bei einer Genehmigung würden 4.500 Arbeitsplätze gesichert und 200 Filialen in ganz Deutschland weiterbetrieben. Mosa machte deutlich, dass die Zeit drängt, um Schließungen und Entlassungen zu verhindern.

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