Erfurt und Ex-Mitarbeiter verhandeln über sechsstellige Vergleichszahlung nach Entlassung
Gunda JopichErfurt und Ex-Mitarbeiter verhandeln über sechsstellige Vergleichszahlung nach Entlassung
Die Stadt Erfurt und der ehemalige Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über eine außergerichtliche Einigung in einem langwierigen Rechtsstreit. Nach einem Schlichtungsverfahren Mitte März wurde eine mögliche Vereinbarung im mittleren sechsstelligen Bereich erörtert. Sollte diese genehmigt werden, könnte der seit über zwei Jahren schwelende Fall damit beendet werden.
Montavon war vor mehr als zwei Jahren von der Stadt fristlos entlassen worden. Der Entscheidung waren Vorwürfe wegen Machtmissbrauchs und sexueller Belästigung vorausgegangen, die jedoch nie gerichtlich bewiesen wurden.
Beide Seiten haben nun eine Einigung geprüft, die vor allem ausstehende Gehaltszahlungen abdecken soll. Die Verhandlungen stockten jedoch, nachdem Montavon eine zusätzliche Forderung gestellt hatte, die bei Stadtvertretern offenbar auf Unverständnis stieß. Dennoch werden die Gespräche fortgesetzt.
Falls eine Einigung zustande kommt, könnte Montavon seine Klage auf Wiedereinsetzung zurückziehen. Der Stadtrat müsste dem Vergleich zustimmen, der bereits im Mai formalisiert werden könnte. Scheitern die Verhandlungen, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt.
Die Stadt weigert sich, zu den Verhandlungen Stellung zu nehmen, und beruft sich dabei auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung.
Eine Einigung würde den seit Montavons Entlassung Anfang 2022 andauernden Streit beilegen. Die vorgeschlagene Zahlung im mittleren sechsstelligen Bereich würde ausstehende Lohnansprüche abdecken, während die Stadt weitere Gerichtsverfahren vermeiden könnte. Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob beide Seiten die Bedingungen bis zur Mai-Frist finalisieren können.






