30 March 2026, 18:41

Erstes Treffen von Migranten aus Ostblockstaaten stärkt Vernetzung in Deutschland

Detailierte alte Karte von Ostende, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten mit beschreibendem Text.

Erstes Treffen von Migranten aus Ostblockstaaten stärkt Vernetzung in Deutschland

Erstmals persönliches Treffen: Migrantinnen und Migranten aus ehemaligen Ostblockstaaten tauschen sich in Deutschland aus

Anfang dieses Monats fand in Deutschland ein dreitägiges Treffen von Migrantinnen und Migranten aus ehemaligen Ostblockländern statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der BUNT-Stiftung – für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es das erste persönliche Zusammentreffen. Gleichzeitig startete das neue Projekt p(ost) berlin, das die Vernetzung innerhalb dieser Communities stärken soll.

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Die Konferenz dauerte vom 6. bis 8. August und brachte Initiativen wie die Deutsch-Kasachische Gesellschaft, Nash Berlin und den Frauenpower-Verein zur Integration ukrainischer Frauen zusammen. Diese Organisationen fördern kulturellen Austausch, berufliche Integration und Gemeinschaftsbildung von Menschen mit Bezügen zu Osteuropa und Zentralasien.

Wladimir Weinberg, Geschäftsführer des Bundesverbandes russischsprachiger Eltern, hielt einen Vortrag über den Aufbau starker Migrantennetzwerke. Ein wiederkehrendes Thema war die Schwierigkeit, im Ausland erworbene Qualifikationen – etwa Lehrbefähigungen – in Deutschland anerkennen zu lassen.

Zu den weiteren Teilnehmenden zählten der Kinder- und Jugendverband JunOst, der sich an junge Menschen mit russischsprachigem Hintergrund richtet, sowie das Künstlerkollektiv Nash Berlin, das mit dem Mriya-Verein zusammenarbeitet. Die BUNT-Stiftung selbst bietet Sprach- und Kulturkurse an, mit einem besonderen Fokus auf Frauen, Kinder und Familien.

Obwohl genaue Zahlen fehlen, gab der Mikrozensus 2022 an, dass von 83,1 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern in Deutschland 23,8 Millionen einen Migrationshintergrund haben – darunter 11,6 Millionen Ausländerinnen und Ausländer sowie 12,2 Millionen (Spät-)Aussiedler oder deren Nachkommen. Eine differenzierte Aufschlüsselung für Menschen aus ehemaligen Ostblockstaaten existiert jedoch nicht.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass weiterhin Herausforderungen wie Hürden bei der Anerkennung beruflicher Abschlüsse bestehen – gleichzeitig wurde die Bedeutung von Gemeinschaft gestärkt. Die Initiative p(ost) berlin, gefördert durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!", soll nachhaltige Unterstützungsstrukturen schaffen. Weitere Treffen und Projekte sind geplant.

Quelle