30 March 2026, 14:40

EU setzt Fluggesellschaften mit eSAF-Quoten unter Druck – trotz Widerstand der Branche

Grüner Hintergrund mit fetter weißer Schrift, die "netto-null-Emissionen bis 2050" liest.

EU setzt Fluggesellschaften mit eSAF-Quoten unter Druck – trotz Widerstand der Branche

Nachfrage nach synthetischem nachhaltigem Flugkraftstoff (eSAF) steigt rasant

In den vergangenen zwei Jahren ist die Nachfrage nach synthetischem nachhaltigem Flugkraftstoff (eSAF) stark angestiegen. Strengere EU-Vorgaben und steigende Ölpreise zwingen Fluggesellschaften, auf umweltfreundlichere Alternativen umzusteigen. Dieser Wandel vollzieht sich, während die Regulierungsbehörden trotz Bedenken der Branche wegen der Kosten und der Versorgungssicherheit an ehrgeizigen Zielen festhalten.

Die Europäische Union hat klare Fristen für die Einführung von eSAF gesetzt: Bis 2030 müssen 1,2 Prozent des Kerosins an EU-Flughäfen synthetisch sein, bis 2035 steigt dieser Anteil auf 5 Prozent. Diese Vorgaben, die Teil der Initiative ReFuelEU Aviation sind, haben den Einsatz von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) bereits verdoppelt – von 0,6 Prozent im Jahr 2023 auf über 2 Prozent in 2024.

Ein hochrangiger EU-Vertreter bestätigte, dass Europa das 2-Prozent-Ziel für SAF im Jahr 2025 voraussichtlich vorzeitig erreichen werde. Florian Guillermet, Direktor der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), unterstrich diese Einschätzung und erklärte, die aktuellen Zahlen lägen im oder sogar über dem erwarteten Bereich. Auch die EU-Verkehrskommissarin schloss eine Lockerung der eSAF-Vorgaben aus und bezeichnete die Regelungen bisher als wirksam.

Doch die Fluggesellschaften bleiben skeptisch. Der Branchenverband Airlines for Europe (A4E) fordert eine Senkung der eSAF-Quoten mit Verweis auf begrenzte Produktionskapazitäten und hohe Kosten. Die Dringlichkeit des Umstiegs auf grüneren Treibstoff hat zusätzlich zugenommen, da geopolitische Spannungen – etwa der Konflikt im Iran – die Ölversorgung stören und die Preise in die Höhe treiben.

Auch außerhalb Europas verfolgt etwa die USA mit der SAF Grand Challenge ähnliche Ziele. Doch die EU bleibt mit ihren verbindlichen Quoten Vorreiter und zwingt die Airlines, sich schneller anzupassen, als viele erwartet hatten.

Die eSAF-Regeln der EU bleiben unverändert – die Behörden bestehen auf Fortschritt, trotz Widerstand aus der Industrie. Da der SAF-Anteil 2024 bereits über 2 Prozent liegt, müssen sich die Fluggesellschaften nun auf noch strengere Vorgaben im kommenden Jahrzehnt vorbereiten. Höhere Ölpreise und Lieferkettenengpässe verstärken den Druck, auf synthetische Alternativen umzusteigen.

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