Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss – Übernahme steht bevor
Gebhard auch SchlauchinFrasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss – Übernahme steht bevor
Die Frasers Group hat ein Übernahmeangebot für Hugo Boss in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund vorgelegt. Das Angebot bewertet das deutsche Modeunternehmen mit 38 Euro pro Aktie. Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen.
Frasers hat die Finanzierung des Deals über eine Kreditlinie gesichert, die mit mehreren Banken vereinbart wurde. Diese deckt sowohl das Angebot als auch etwaige zusätzliche Übernahmekosten ab. Vorstandschef Michael Murray nahm aufgrund seiner Position im Aufsichtsrat von Hugo Boss nicht an den Beratungen des Gremiums teil.
Nach den deutschen Übernahmebestimmungen muss Frasers, sobald das Unternehmen einen Anteil von 30 Prozent an Hugo Boss hält, ein Pflichtangebot für alle verbleibenden Aktien abgeben. Das Unternehmen betrachtet Hugo Boss bereits jetzt als eine Schlüsselmärke innerhalb seines Portfolios und hält seit Langem eine strategische Beteiligung am Unternehmen.
Hugo Boss verzeichnete im Jahr 2025 starke Finanzkennzahlen: Der Umsatz erreichte fast 4,3 Milliarden Euro, das EBITDA lag bei 782 Millionen Euro. Die Bruttovermögenswerte des Unternehmens beliefen sich auf 3,7 Milliarden Euro, während das Nettovermögen bei knapp 1,6 Milliarden Euro lag.
Der geplante Kauf soll nach Erteilung der regulatorischen Freigaben vollzogen werden. Frasers strebt damit eine Stärkung seiner Position auf dem Luxusmodemarkt an. Mit der Übernahme würde eine der wertvollsten Marken des Konzerns vollständig in seinen Besitz übergehen.






