Fußballtalente der SpVgg Fürth bauen Graben für mehr Artenvielfalt um
Junge Fußballer der SpVgg Greuther Fürth tauschten kürzlich ihre Stollenschuhe gegen Naturschutzwerkzeug. Im Spitalwald bei Langenzenn arbeiteten sie Hand in Hand mit Umweltexperten, um ein beschädigtes Entwässerungsgrabensystem zu renaturieren. Ziel des Projekts war es, die Wasserspeicherung zu verbessern und die lokale Artenvielfalt zu fördern.
Die Aktion entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Verein und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV), die 2024 ins Leben gerufen wurde. Unter Anleitung des LBV brachten die Spieler Holzpfähle an und befestigten Reisigbündel – sogenannte Faschinen – quer über dem Graben. Diese Konstruktionen bremsen den Wasserfluss und helfen so, die Feuchtigkeit im Wald zu halten.
Die neu platzierten Faschinen schaffen zudem „Trittstein“-Lebensräume für Amphibien. Durch die Verbesserung ökologischer Korridore unterstützt das Projekt übergeordnete Naturschutzzielsetzungen. Es ist Teil des Langenzenners Projekts „Aquatisches Biotopverbundsystem“, das sich auf den Schutz und die Aufwertung lokaler Gewässer konzentriert.
LBV-Geschäftsführer Helmut Beran betonte die Verbindung zwischen Sport und Naturschutz. Er lobte den gezeigten Teamgeist und verwies darauf, wie Zusammenarbeit abseits des Platzes direkt der Umwelt zugutekommt. Die Partnerschaft plant regelmäßige Initiativen, um jungen Sportlern die konkreten Auswirkungen von Umweltengagement vor Augen zu führen.
Der renaturierte Graben speichert Wasser nun deutlich effizienter – zum Vorteil für das Waldökosystem und die Tierwelt. Das Projekt steht beispielhaft dafür, wie gemeinschaftliches Engagement den Naturschutz stärken kann. Künftige Aktionen werden junge Spieler weiterhin in praktische Umweltarbeit einbinden.






