18 April 2026, 14:37

Georg Restle attackiert AfD und warnt vor Medienversagen der ARD

Plakat wirbt für 'Die Stimme der liberalen Muslime' - Radiosendung mit Bildern von Menschen mit Kopfhörern und Mikrofonen in einem Gespräch.

Georg Restle attackiert AfD und warnt vor Medienversagen der ARD

Georg Restle, bekannter Moderator des deutschen Senders ARD, hat sich mit deutlichen Worten gegen die rechtspopulistische AfD positioniert. In jüngsten Stellungnahmen kritisierte er sowohl die Ideologie der Partei als auch die Berichterstattung seines eigenen Arbeitgebers darüber. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit andauernder Debatten über die Medienverantwortung und politischen Extremismus in Deutschland.

Restle verurteilte zudem die Entscheidung der ARD, die Sendezeit seines Investigativmagazins Monitor zu kürzen, und bezeichnete dies als schweren Fehler mit weitreichenden Folgen.

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Schwere Vorwürfe gegen die AfD Restle warf der AfD vor, Unterstützung aus dem rechtsextremen Milieu zu schöpfen – insbesondere von gewaltbereiten Gruppen auf der Straße. Die Ideologie der Partei stelle eine direkte Bedrohung für die verfassungsmäßige Ordnung Deutschlands dar, betonte er. Aus diesem Grund weigere er sich, die AfD auch in der Wahlberichterstattung als normale politische Kraft zu behandeln.

Klar stellte er dabei: Björn Höcke, einer der führenden Köpfe der AfD, werde von ihm nicht dieselbe Plattform erhalten wie andere Politiker. Zugleich wies Restle Behauptungen zurück, es gebe innerparteiliche ideologische Gräben. Zwischen Höckes Flügel und dem des Co-Vorsitzenden Tino Chrupalla bestehe in der Sache kaum ein Unterschied.

Kritik an der ARD: Sparzwang gefährdet den Auftrag Mit Blick auf die internen Konflikte der ARD warnte Restle, dass der Fokus auf Kosteneinsparungen und Effizienz den öffentlichen Auftrag des Senders untergrabe. Die Kürzung der Sendezeit von Monitor nannte er einen "großen Fehler" mit möglichen gesellschaftspolitischen Konsequenzen. Sein Eindruck: Innerhalb der ARD gewännen Kollegen an Einfluss, die eine Normalisierung der AfD-Berichterstattung vorantrieben, während kritische Stimmen auf Widerstand stießen.

Zudem kritisierte Restle Medienformate, die globale Krisen lediglich abbildeten, ohne sie einzuordnen. Eine solche Berichterstattung schüre nur Ängste in der Bevölkerung, statt Aufklärung zu leisten. Seine Aussagen spiegeln auch die "Zögerlichkeit" mancher Journalisten wider und die Herausforderungen, sich innerhalb der ARD gegen die AfD zu positionieren.

Grundsätzliche Fragen zur Rolle der Medien Restles Haltung steht exemplarisch für die größeren Spannungen, wie öffentlich-rechtliche Sender mit extremistischen Parteien umgehen sollten. Seine Weigerung, die AfD zu normalisieren, deckt sich mit Sorgen über deren Einfluss auf die deutsche Demokratie. Gleichzeitig zeigt seine Kritik an redaktionellen Entscheidungen der ARD tiefere Konflikte auf – etwa über die Bedeutung des Investigativjournalismus in der heutigen Medienlandschaft.

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