10 June 2026, 20:30

Grüne fragen nach Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

"Totalitarische Tendenzen": Konservative Christen verteidigen sich gegen grüne Anfrage

Grüne fragen nach Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

Die Grünen haben eine schriftliche Anfrage an die Bundesregierung eingereicht. Darin wird möglichen Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und rechtsextremen Strömungen nachgegangen. Die Parlamentarier fordern Auskunft über Umfang, Strukturen und Gefahrenpotenzial dieser Gruppen.

In der Anfrage werden mehrere Personen und Organisationen genannt, die unter Beobachtung stehen. Dazu zählt eine Sekte aus Pforzheim, die bereits im Visier der Behörden ist, sowie bekannte Vertreter der konservativen freikirchlichen Szene in Deutschland. Zudem werden christliche Organisationen und Veranstaltungen wie die Alliance Defending Freedom International und der jährliche „Marsches für das Leben“ aufgeführt.

Die Grünen fragen zudem nach Verbindungen zwischen christlich-fundamentalistischen Meinungsmachern und rechtsextremen Akteuren, Netzwerken oder Parteien – darunter auch die Alternative für Deutschland (AfD). Öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF hatten in Dokumentationen bereits kritisch über konservative Christen berichtet.

Kritik an der Anfrage kommt von prominenter Seite: Leonard Jäger, eine bekannte Persönlichkeit der konservativen Freikirche, bezeichnete sie als Versuch, christlich-konservative Positionen moralisch zu delegitimieren. Auch der konservative reformierte Pastor Tobias Riemenschneider verurteilte das Vorgehen. Er sieht darin den Versuch, historisch christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren.

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Die Grünen schlagen zudem politische Maßnahmen vor, um digitale Inhalte mit Bezug zu christlich motiviertem politischem Extremismus zu löschen. Die parlamentarische Anfrage spiegelt das wachsende mediale Interesse an angeblichen christlichen Fundamentalisten und ihren Verbindungen zur rechtsextremen Szene wider. Die Grünen fordern Transparenz über die Beziehungen zwischen diesen Gruppen und extremistischen Bewegungen. Die Bundesregierung soll die Fragen detailliert beantworten.

Quelle