03 April 2026, 00:41

Hamburgs Waschbären-Plage: Warum die Stadt jetzt Jäger mit Prämien lockt

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Waschbären auf dem Cover eines Zoologischen Gesellschaftsbulletins mit Text.

CDU-Fraktion fordert Prämie für Waschbären - Hamburgs Waschbären-Plage: Warum die Stadt jetzt Jäger mit Prämien lockt

Waschbären breiten sich in Hamburg rasant aus – mit Sichtungen in der Nähe der U1-Linie, am Hafen und sogar auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Die als invasive Art eingestuften Tiere haben in Deutschland keine natürlichen Fressfeinde und sorgen zunehmend für Probleme bei heimischer Tierwelt und Infrastruktur.

In den vergangenen fünf Jahren wurden etwa 1.200 Waschbären durch gezielte Bejagung und Kontrollmaßnahmen entfernt. Allein 2023 wurden laut offiziellen Aufzeichnungen 250 Tiere getötet. Trotz dieser Bemühungen gibt der Senat der Stadt zu, dass es keine genauen Daten zur aktuellen Population gibt.

Die Tiere stellen eine mehrfache Bedrohung dar: Sie jagen Singvögel, Amphibien und Reptilien und stören so das ökologische Gleichgewicht. Zudem verbreiten sie Parasiten, plündern Nester und beschädigen Dämmmaterial in Gebäuden.

Als Reaktion hat die CDU-Bürgerschaftsfraktion Hamburgs ein Prämienmodell vorgeschlagen. Dem Plan zufolge sollen Jäger für jeden erlegten Waschbären eine Vergütung erhalten – ähnlich wie beim bereits bestehenden System für Nutrias. Der Vorschlag sieht vor, eine Belohnung pro Tier zu prüfen, um Anreize für die Populationskontrolle zu schaffen.

Die Stadt hat bereits Hunderte Waschbären entfernt, doch die genaue Zahl der Tiere bleibt unklar. Sollte das Prämienmodell genehmigt werden, könnte dies die Bemühungen zur Eindämmung der invasiven Art verstärken. Ziel ist es, die ökologischen Schäden und Gebäudeschäden durch die wachsende Waschbärenpopulation zu verringern.

AKTUALISIERUNG

CDU's Shift from Castration to Bounty: A Policy Evolution

The CDU's current bounty proposal builds on earlier, unworkable strategies. In 2023, the party advocated for castration of raccoons in Hamburg, citing public resistance to urban hunting. This approach faced legal hurdles in Hessen and practical challenges in dense city areas. The failed castration pilot project highlights the CDU's evolving response to the invasive species crisis.