HessenForst erhöht Holzeinschlag 2025 – Klimawandel treibt Waldumbau voran
Madlen ScholzMehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - HessenForst erhöht Holzeinschlag 2025 – Klimawandel treibt Waldumbau voran
HessenForst meldet Anstieg der Holzeinschläge in Hessens Staatswäldern für 2025
Laut HessenForst hat sich der Holzeinschlag in den hessischen Staatsforsten im Jahr 2025 erhöht. Die Steigerung steht im Zusammenhang mit laufenden Maßnahmen zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel sowie mit den nachwirkenden Folgen früherer Dürreperioden. Auch Anpassungen in den Wintereinschlägen trugen dazu bei, die Holzversorgung mit dem Umweltschutz in Einklang zu bringen.
Im Jahr 2025 stieg der Holzeinschlag in Hessens Wäldern um 5 % auf etwa 1,49 Millionen Kubikmeter. Dabei zeigte sich ein deutlicher Wandel in der Zusammensetzung: Der Einschlag von Laubholz nahm um 28 % zu, während der Nadelholzeinschlag um 6 % zurückging. Dieser Shift folgte der Aufhebung eines vorübergehenden Fällverbots für bestimmte Buchenbestände im Jahr 2024, das ursprünglich 2020 verhängt worden war, um klimaresistente Bewirtschaftungsstrategien zu entwickeln.
Die verzögerten Auswirkungen von Hitzewellen und Dürren werden zunehmend sichtbar – insbesondere bei Buchen. Um gegenzusteuern, hat HessenForst die Flächen für Klimaanpassungsprojekte um rund 25 % ausgeweitet: von 1.200 Hektar im Jahr 2024 auf 1.500 Hektar Anfang 2026. Im Fokus stehen dabei die Umwandlung von buchenreichen Monokulturen in Mischwälder, vor allem in Regionen wie dem Rheingau und dem Odenwald. Ausgewählte Buchen werden entfernt, um Platz für trockenresistente Arten wie Eiche und Ahorn zu schaffen.
Zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 verzeichneten die Einschlagsarbeiten einen weiteren Anstieg um 6 %, insgesamt 725.000 Kubikmeter. Zudem passte HessenForst die Wintereinschläge an, um Bodenschäden zu minimieren und gleichzeitig eine stetige Holzversorgung zu gewährleisten.
Die Veränderungen bei Einschlagsvolumen und Waldzusammensetzung zielen auf die Schaffung widerstandsfähigerer Ökosysteme ab. Mit steigendem Laubholz- und sinkendem Nadelholzeinschlag vollzieht sich in Hessens Wäldern schrittweise ein Wandel hin zu größerer Artenvielfalt. Die laufenden Projekte und betrieblichen Anpassungen spiegeln eine langfristige Strategie wider, um Klimafolgen abzumildern und die Holzressourcen der Zukunft zu sichern.






