Historischer Tarifabschluss: Ost-Bauarbeiter erhalten 5,3 Prozent mehr Lohn als der Westen
Gunda JopichHistorischer Tarifabschluss: Ost-Bauarbeiter erhalten 5,3 Prozent mehr Lohn als der Westen
Löhne im ostdeutschen Baugewerbe steigen ab März 2026 um 5,3 Prozent – und übertreffen damit die im Westen vereinbarten 3,9 Prozent. Die Einigung markiert einen historischen Schritt hin zu mehr Lohngerechtigkeit und beendet jahrzehntelange niedrigere Gehälter für Beschäftigte in den ostdeutschen Bundesländern. Rund 130.000 Arbeitnehmer in der Region profitieren direkt von der Neuregelung.
Die neue Vereinbarung wurde zwischen der Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und den Arbeitgeberverbänden ausgehandelt. Sie ersetzt den aktuellen Tarifvertrag, der noch bis zum 31. März 2027 gilt. Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der IG BAU, bezeichnete die Entscheidung als "historischen Meilenstein für mehr Fairness".
Erstmals gilt in Deutschland im Baugewerbe das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt". Damit soll die seit Langem bestehende Lohnlücke zwischen Ost und West geschlossen werden. Bundesweit beschäftigt die Branche etwa 920.000 Beschäftigte, davon arbeiten über 600.000 in den westdeutschen Bundesländern.
Die 5,3-prozentige Erhöhung für die ostdeutschen Beschäftigten liegt über dem für ihre westdeutschen Kollegen vereinbarten Plus von 3,9 Prozent. Die Anpassung ist das Ergebnis jahrelanger Forderungen nach gleicher Bezahlung in ganz Deutschland.
Die Lohnerhöhung tritt Anfang 2026 in Kraft und wirkt sich unmittelbar auf 130.000 Bauarbeiter in Ostdeutschland aus. Sie beseitigt die regionalen Lohnunterschiede und führt die Gehälter unter einem einheitlichen nationalen Standard zusammen. Die Vereinbarung bleibt bis zum Auslaufen des aktuellen Tarifvertrags im März 2027 gültig.






