Hütten für Halle: Wie Betonröhren zu Jugend-Treffpunkten werden sollen
Gunda JopichHütten für Halle: Wie Betonröhren zu Jugend-Treffpunkten werden sollen
"Hütten für Halle": Crowdfunding-Kampagne schafft geschützte Freiräume für Jugendliche
Eine neue Crowdfunding-Aktion in Halle will überdachte Außenbereiche speziell für junge Menschen schaffen. Unter dem Namen Hütten für Halle sollen Beton-Ablaufrohre zu robusten Sitzgelegenheiten in der Nähe des Thüringer Bahnhofs umfunktioniert werden. Die Initiatoren erhoffen sich, dass das Projekt Jugendlichen einen Ort zum Treffen bietet – ohne dabei Lärm oder Störungen zu verursachen.
Die von der Bürgerstiftung Halle gestartete Kampagne hat ein Funding-Ziel von 3.000 Euro gesetzt. Bei Erfolg sollen die Mittel den Transport, die Platzierung per Kran sowie die Innenausstattung der sogenannten Sitzröhren decken. Jede Röhre wird mit Holzsitzbänken und Tischen ausgestattet, um eine gemütliche Atmosphäre zum Verweilen und Austausch zu schaffen.
Über die Sitzmöglichkeiten hinaus sollen zusätzliche Gelder in die Begrünung der Rohrdächer fließen – mit Sukkulenten bepflanzt, die nicht nur optisch ansprechend sind, sondern auch das lokale Klima verbessern. Die Bepflanzung bietet Hitzeschutz und schafft Lebensraum für Insekten. Von dem Projekt profitiert dabei nicht nur die Jugend: Die Macher betonen, dass es die Lebensqualität im gesamten Viertel steigern wird.
Als Pilotstandort wurde ein Bereich nahe des Thüringer Bahnhofs ausgewählt. Bewährt sich das Modell, könnten ähnliche Sitzbereiche auch in anderen Teilen Halles entstehen.
Die Initiative Hütten für Halle verbindet praktische Sitzgelegenheiten mit ökologischen Aufwertungen. Einmal installiert, bieten die umfunktionierten Röhren Schatten, Grünflächen und einen festen Treffpunkt für junge Leute. Ob das Vorhaben Realität wird, hängt nun davon ab, ob das 3.000-Euro-Ziel durch öffentliche Unterstützung erreicht wird.






