Landeshauptstadt Hat Gezählt - CDU Gewinnt - Kommunalwahl in Wiesbaden: CDU und SPD gewinnen, Grüne stürzen ab
Wiesbadens politische Landschaft hat sich nach der jüngsten Kommunalwahl deutlich verändert. Vorläufige Ergebnisse zeigen klare Zugewinne für CDU und SPD, während die Grünen schwere Verluste hinnehmen mussten. Die rechtspopulistische AfD legte ebenfalls spürbar zu und verdoppelte ihre Unterstützung fast im Vergleich zu 2021.
Die CDU ging als stärkste Kraft hervor und erreichte 26,5 % der Stimmen – ein Plus von 3,0 Prozentpunkten seit 2021. Die SPD folgte mit 22,3 % (+2,0 Punkte), gestützt durch die Beliebtheit des langjährigen Oberbürgermeisters Gert-Uwe Mende. Die Grünen hingegen erlitten einen deutlichen Rückgang und fielen um 6,2 Punkte auf 15,2 % – eine Reaktion auf Unzufriedenheit mit der Verkehrspolitik unter Stadtrat Andreas Kowol.
Das Thema Verkehr dominierte den Wahlkampf, wobei viele Wähler die Grünen für ihr Krisenmanagement in dieser Frage abstraften. Die AfD fast verdoppelte ihr Ergebnis und kam auf 11,9 % – leicht unter den frühen Prognosen von 12,7 %. Kleinere Parteien verzeichneten ebenfalls Verschiebungen: Die FDP halbierte ihren Stimmenanteil auf 5 %, die Linke legte auf 7,8 % zu, und die neu angetretene Partei Volt zog mit 4,5 % in den Stadtrat ein.
Die Wahlbeteiligung in Hessen lag bei rund 54 % und spiegelte damit landesweite Trends wider: CDU-Zugewinne, AfD-Aufschwung und Verluste für die Grünen.
Die Wahl verändert die politische Machtbalance in Wiesbaden nachhaltig. Während CDU und SPD ihre Positionen festigen, markieren der steile Absturz der Grünen und der Aufstieg der AfD eine klare Verschiebung der Wählerprioritäten. Die endgültigen Ergebnisse werden zeigen, wie sich diese Veränderungen auf die lokale Politik in den kommenden Jahren auswirken.