Kriminalität in Vorpommern-Greifswald 2025: Mehr Betrug, weniger schwere Gewalt
Gunda JopichKriminalität in Vorpommern-Greifswald 2025: Mehr Betrug, weniger schwere Gewalt
Kriminalitätsentwicklung in Vorpommern-Greifswald: 2025 mit Licht und Schatten
Im Jahr 2025 zeigte die Kriminalitätsstatistik für den Landkreis Vorpommern-Greifswald ein gemischtes Bild: Während einige Deliktarten zunahmen, gingen andere deutlich zurück. Insgesamt sank die Zahl der angezeigten Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent. Gleichzeitig verzeichneten jedoch bestimmte Kategorien wie Betrug und Fahrraddiebstahl deutliche Anstiege.
Die Betrugsfälle stiegen 2025 auf 965 – ein Plus von 9,8 Prozent gegenüber 2024. Auch Diebstahlsdelikte nahmen um 5,4 Prozent zu und erreichten 4.578 Fälle. Besonders stark stieg der Fahrraddiebstahl: Hier gab es einen Anstieg um 22,2 Prozent, von 1.013 Fällen im Jahr 2024 auf 1.238 im Jahr 2025.
Bei Wohnungseinbrüchen wurde ein Zuwachs von 6,1 Prozent verzeichnet – von 132 Fällen in 2024 auf 140 in 2025. Die Zahl der Gewaltdelikte blieb mit 2.592 Fällen hingegen stabil. Deutlich rückläufig waren jedoch schwere Gewaltstraftaten gegen das Leben wie Mord und Totschlag: Hier gab es einen Rückgang um 62,5 Prozent – von 16 Fällen in 2024 auf nur noch sechs im Jahr 2025.
Die Aufklärungsquote bei schweren Gewaltdelikten gegen das Leben lag 2025 bei 100 Prozent. Insgesamt blieb die Aufklärungsrate im Landkreis mit 64,4 Prozent nahezu unverändert.
Die Zahlen zeigen für 2025 ein zwiespältiges Ergebnis: Zwar gingen schwere Gewalttaten stark zurück, doch Eigendelikte wie Diebstahl und Einbruch stiegen an. Die Behörden werden sich voraussichtlich im kommenden Jahr besonders auf die Bekämpfung von Betrug und Fahrraddiebstahl konzentrieren.






