Kunsthaus Göttingen feiert Comeback nach Insolvenz mit Star-Ausstellungen
Ida BlochKunsthaus Göttingen feiert Comeback nach Insolvenz mit Star-Ausstellungen
Kunsthaus Göttingen eröffnet am 27. März 2025 nach Insolvenz wieder
Nach einer vorübergehenden Schließung aufgrund von Insolvenz öffnet das Kunsthaus Göttingen am 27. März 2025 wieder seine Türen. Die Galerie, die sich im Kunstquartier KuQua im historischen Zentrum der Göttinger Altstadt befindet, kehrt mit einem frischen Programm hochkarätiger Ausstellungen zurück. Die Neueröffnung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Initiative von Oberbürgermeisterin Petra Broistedt, dem Verleger Gerd Steidl und Johannes-Peter Herberhold, dem Leiter des Literaturherbstes.
Noch vor den finanziellen Schwierigkeiten im November 2024 präsentierte das Kunsthaus bedeutende Ausstellungen. Dazu zählte 2022 die Schau printing futures, eine Kooperation mit der documenta fifteen, an der Künstler wie Dayanita Singh und Shahidul Alam beteiligt waren. Weitere herausragende Projekte waren Gilles Peress'Was immer du sagst, sag nichts (2020–21), Victoria LomaskosUnmögliche Rückkehr (2023) sowie multimediale Arbeiten von Emilija Škarnulytė Anfang 2024. Zudem zeigte die Galerie Werke von Neven Allgeier, Bernd Pfarr, Ruth Harriet Louise und Roni Horn.
Den Auftakt der Wiedereröffnung bildet Jürgen Tellers Ausstellung Auschwitz Birkenau, die vom 27. März bis 1. Juni 2025 zu sehen sein wird. Später im Jahr präsentiert Bryan Adams seine Fotografien in der Schau Shot by Adams (4. September – 1. November). Ab dem 6. November sind dann Gemälde und Skulpturen von Jim Dine bis Ende Januar 2026 ausgestellt.
Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt für Auszubildende, Studierende und Gruppen. Kinder unter 18 Jahren haben freien Eintritt, und an jedem letzten Donnerstag im Monat ist der Besuch für alle kostenlos.
Die Rückkehr des Kunsthaus Göttingen leitet ein neues Kapitel für den Kulturort ein. Mit einem dicht gepackten Ausstellungsprogramm und überarbeiteten Preisen will die Galerie sowohl lokale Besucher als auch Kunstinteressierte aus der weiteren Region anziehen. Die Zusammenarbeit zwischen städtischen Verantwortlichen und Kulturpersönlichkeiten hat diese Neueröffnung erst möglich gemacht.






