08 May 2026, 08:28

Logistikbranche 2025: Jedes vierte Unternehmen droht die Pleite durch Energiekrise und Handelskonflikte

Balkendiagramm mit der Bezeichnung "Globaler Containerfrachtindex", das die jährlichen Containerfrachtmengen mit unterschiedlich hohen Balken zeigt.

Logistikbranche 2025: Jedes vierte Unternehmen droht die Pleite durch Energiekrise und Handelskonflikte

Die globale Transport- und Logistikbranche steht 2025 unter wachsendem finanziellen Druck

Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus haben die Energiekosten in die Höhe getrieben und die ohnehin dünnen Gewinnmargen weiter schrumpfen lassen. Branchenanalysten warnen nun, dass jedes vierte kleine und mittlere Unternehmen von der Pleite bedroht sein könnte.

Die Wachstumsprognose für den Sektor wurde auf 2,4 Prozent nach unten korrigiert – ein ganzer Prozentpunkt weniger als noch in früheren Schätzungen. Die Zahlungsausfälle im frühen Jahresverlauf 2025 haben bereits den Fünfjahresdurchschnitt überschritten und deuten auf tiefgreifendere finanzielle Probleme hin. Allein in Deutschland meldeten im vergangenen Jahr 469 Logistikunternehmen Insolvenz an, ein Anstieg um 5,6 Prozent gegenüber 2023.

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Viele Betriebe arbeiten mit Margen von unter drei Prozent, während die Lohnkosten steigen und der Fahrermangel anhält. Durch die Krise im Nahen Osten sind die Dieselpreise stark angestiegen und belasten Unternehmen, die bereits mit hohen Vorfinanzierungskosten kämpfen. Sollten die Störungen in der Straße von Hormus länger als sechs Monate anhalten, könnte das globale Wachstum der Branche vollständig zum Erliegen kommen.

Auch die Lebensmittelpreise dürften in den kommenden Monaten um bis zu zehn Prozent steigen, da sich die höheren Energiekosten entlang der Lieferketten auswirken. Deutschlands Transport- und Logistiksektor rechnet in diesem Jahr mit einem Rückgang um 2,1 Prozent – ein Zeichen für den breiten Abschwung.

Die Aussichten für die Branche bleiben ungewiss, da Energiepreise und geopolitische Spannungen die Geschäfte belasten. Angesichts schrumpfender Margen und steigender Insolvenzzahlen hängt die Erholung davon ab, wie schnell sich die Lage auf den wichtigsten Handelsrouten stabilisiert. Für viele kleinere Unternehmen wird es in den kommenden Monaten zum Überlebenskampf.

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