21 March 2026, 14:33

Mainz verliert bis 2027 Mietpreisbremse für 866 Sozialwohnungen – was nun?

Eine Liniendiagramm, das die Entwicklung der Mieten in verschiedenen Metropolen zeigt, mit begleitendem Text.

Mainz verliert bis 2027 Mietpreisbremse für 866 Sozialwohnungen – was nun?

Mietpreisbremse für hunderte geförderte Wohnungen in Mainz läuft in zwei Jahren aus

Bis Ende 2027 fallen die Mietpreisbeschränkungen für 866 Sozialwohnungen in Mainz schrittweise weg. Die ersten Mieterhöhungen sind bereits ab Ende 2026 möglich. Die Stadtverwaltung arbeitet nun daran, möglichst viele dieser Wohnungen weiterhin als bezahlbaren Wohnraum zu erhalten.

Bis Ende 2026 verlieren 98 Wohnungen ihren Mieterschutz – die meisten davon liegen in Neustadt und Weisenau. Deutlich größer ist die zweite Welle: Bis Ende 2027 fallen die Beschränkungen für 768 weitere Wohnungen weg, vor allem in Finthen, Weisenau, Gonsenheim und Mombach.

Das städtische Wohnungsförderungsamt verhandelt derzeit mit Wohnungsanbietern über Möglichkeiten, die Bezahlbarkeit zu verlängern. Eine Option ist die freiwillige Teilnahme an Landesförderprogrammen, etwa durch den Erwerb von Belegungsrechten oder die Inanspruchnahme von Modernisierungsmitteln. Ohne solche Vereinbarungen dürfen Vermieter die Mieten nach Ablauf der Regelungen innerhalb der gesetzlichen Grenzen anheben.

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Die Kommune hat keine direkte Möglichkeit, die Mieterhöhungen zu verhindern, sobald die aktuellen Vorschriften auslaufen. Stattdessen setzt sie darauf, die Anbieter zu motivieren, bestehende Fördergelder zu nutzen, um die Mieten für Mieter niedrig zu halten.

Mit dem Auslaufen der Mietpreisbremse können Vermieter ab Ende 2026 die Mieten gesetzeskonform anpassen. Die Stadt wirbt weiterhin für Lösungen über landesgeförderte Programme, doch deren Umsetzung hängt von der Bereitschaft der Wohnungsanbieter ab. Ohne weitere Maßnahmen könnten die Mieten in den 866 betroffenen Wohnungen in den kommenden Jahren deutlich steigen.

Quelle