18 April 2026, 02:36

Merz löst mit Äußerungen zu Migration und Gewalt gegen Frauen Eklat im Bundestag aus

Plakat mit der Aufschrift "Kindera(r)beit ist eine nationale Gefahr - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielfältige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Merz löst mit Äußerungen zu Migration und Gewalt gegen Frauen Eklat im Bundestag aus

Im Bundestag entbrannte eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen. Bundeskanzler Friedrich Merz sah sich mit Kritik konfrontiert, nachdem er das Thema mit Migration in Verbindung gebracht hatte. SPD-Chef Matthias Miersch warf Merz vor, während der Sitzung Migranten pauschal an den Pranger zu stellen.

In seiner Rede verurteilte Merz den Anstieg von Gewalt gegen Frauen – sowohl im realen Leben als auch im Netz. Anschließend behauptete er, ein erheblicher Teil solcher Straftaten gehe auf das Konto von Zuwanderern.

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Miersch konterte scharf und bezeichnete die Äußerungen des Kanzlers als unangemessen. Gewalt gegen Frauen sei ein gesamtgesellschaftliches Problem und dürfe nicht mit Herkunft oder Religion in Verbindung gebracht werden, betonte der SPD-Vorsitzende. Opfer müssten geschützt werden – ganz gleich, wer der Täter sei.

Darüber hinaus forderte Miersch eine umfassende Auseinandersetzung mit der Thematik. Er warnte davor, die Debatte auf eine einzelne Gruppe wie Migranten zu reduzieren. Der Schlagabtausch offenbarten tiefe Gräben in der Frage, wie Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen ist. Mierschs Stellungnahme unterstrich die Forderung nach einem breiteren Ansatz. Ungeklärt blieb dabei die Rolle der Zuwanderung in der Diskussion.

Quelle