14 June 2026, 12:26

Nastassja Kinski kämpft gegen umstrittene Szene in Wenders' Falsche Bewegung – und löst Hollywood-Debatte aus

Das Unheimliche Hat Viele Seiten

Nastassja Kinski kämpft gegen umstrittene Szene in Wenders' Falsche Bewegung – und löst Hollywood-Debatte aus

Eine Debatte um Wim Wenders’ Film Falsche Bewegung von 1975 ist neu entfacht, nachdem Nastassja Kinski ihre Bemühungen intensiviert hat, eine umstrittene Szene entfernen zu lassen. Der Film, der im März nur einmal im Frankfurter Filmmuseum gezeigt wurde, zeigt Kinski in einer halb nackten Rolle im Alter von 13 Jahren. Ihr langjähriger Wunsch, die Szene zu kürzen, erhielt erst Aufmerksamkeit, nachdem Wenders dies öffentlich abgelehnt hatte.

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Die Diskussion brachte Schauspielerinnen zusammen, die ähnliche frühe Erfahrungen in Hollywood gemacht haben. Natalie Portman, die mit 12 Jahren in Léon – Der Profi mitspielte, erinnerte sich an beunruhigende Fanpost und eine Radiosendung, die die Tage bis zu ihrem 18. Geburtstag herunterzählte. Dakota Fanning und Kirsten Dunst unterstützten sie und betonten die Notwendigkeit professioneller Standards und Respekt am Set.

Brooke Shields, die in Pretty Baby eine 11-jährige Kinderprostituierte spielte, gestand, sich unwohl dabei zu fühlen, ihre Rolle in einem Film zu rechtfertigen, den viele als unmoralisch bezeichneten. Jodie Foster hingegen sprach stets locker über ihre Mitwirkung in Taxi Driver im gleichen Alter.

Die Debatte thematisierte auch die verspätete Empörung über vergangenen Sexismus und die gesellschaftliche Blindheit gegenüber dem sogenannten „Lolita-Komplex“. Es gab Streit darüber, ob Filme wegen ihres Inhalts bearbeitet oder in ihrer ursprünglichen Form bewahrt werden sollten. Wenders entschuldigte sich später bei Kinski und zog Falsche Bewegung aus dem Verkehr, doch zentrale Fragen zum Erbe des Films bleiben unbeantwortet.

Die Diskussionen zeigten unterschiedliche Perspektiven auf künstlerische Integrität und ethische Bedenken. Kinskis Kampagne gewann an Fahrt, nachdem Wenders ihre Bitte abgelehnt hatte, doch die Zukunft des Films und die weiteren Konsequenzen für die Branche sind weiterhin ungewiss. Die Debatten prägen weiterhin, wie man heutige Blicke auf vergangene Werke wirft.

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