10 June 2026, 22:26

Niedersachsen erreicht Rekord bei CO₂-Reduktion – doch Bundespolitik droht Fortschritte zu gefährden

Niedersachsen meldet neuen Rekord bei der Reduzierung von Treibhausgasemissionen

Niedersachsen erreicht Rekord bei CO₂-Reduktion – doch Bundespolitik droht Fortschritte zu gefährden

Niedersachsen verzeichnet deutliche Fortschritte bei der CO₂-Reduktion – neue Rekordwerte 2023

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Niedersachsen hat bedeutende Erfolge bei der Senkung der CO₂-Emissionen erzielt und 2023 einen neuen Tiefstand erreicht. Gleichzeitig wurde der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben, doch sorgen sich Experten vor möglichen Änderungen der Bundespolitik, die Klimainvestitionen gefährden könnten.

Laut aktuellen Daten sanken die energiebedingten CO₂-Emissionen des Landes 2023 auf 51,6 Millionen Tonnen – ein Rückgang um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und eine Verringerung um 32,9 Prozent seit 1990. Diese Fortschritte waren im Bericht des Landesrechnungshofs von 2022 noch nicht erfasst, wie dessen Aktualisierung 2023 zeigt. Darin wird zugleich zu verstärkten Klimaschutzmaßnahmen aufgerufen.

Der Ausbau erneuerbarer Energien in Niedersachsen hat an Fahrt aufgenommen: Die Genehmigungen für Windkraftanlagen erreichten einen Höchststand, und die installierte Photovoltaik-Leistung stieg auf etwa 10,5 Gigawatt. Das Land strebt an, bis 2025 den gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken. Zudem könnte das SALCOS-Projekt der Salzgitter AG, sobald es voll läuft, jährlich 7,6 Millionen Tonnen CO₂ einsparen.

Umweltminister Christian Meyer warnte jedoch vor geplante Bundesvorhaben, die die erreichten Erfolge untergraben könnten. Kritisch sieht er etwa die geplante Einführung einer „Redispatch-Reserve“, die Klimaschutzinvestitionen in Höhe von 32 Milliarden Euro gefährden könnte. Zudem äußerte Meyer Bedenken hinsichtlich möglicher Änderungen bei der Wärmeplanung und dem Gebäudeenergiegesetz.

Während Niedersachsen seine Emissionen deutlich reduziert und den Ausbau erneuerbarer Energien konsequent vorantreibt, könnten geplante Bundesregelungen die Klimaschutzbemühungen belasten. Das Land hält dennoch an seinem Ziel fest, bis 2025 den Strombedarf vollständig aus erneuerbaren Energien zu decken.

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