11 June 2026, 06:23

Österreich kürzt Kulturhaushalt: Museen und Denkmalschutz betroffen

Stabile Finanzierung bedeutet 'einen echten Schnitt' für die Kultur

Österreich kürzt Kulturhaushalt: Museen und Denkmalschutz betroffen

Die österreichische Bundesregierung hat den Haushalt für Kunst und Kultur für die Jahre 2027 und 2028 finalisiert. Die Mittel für diesen Bereich werden im kommenden Jahr um 3,3 Prozent gekürzt, wobei im Verlauf der Verhandlungen tiefgreifendere Einschnitte abgewandt werden konnten. Von den Änderungen betroffen sind Museen, Denkmalschutzprojekte und weitere kulturelle Einrichtungen.

Die Bundesmuseen müssen mit einem reduzierten Budget von 151,2 Millionen Euro in beiden Jahren auskommen. Besonders hart trifft es das Museum für Volkskunde: Sein Sanierungsetat wurde um 11,4 Millionen Euro gekürzt. Insgesamt sinken die Mittel für Kunst und Kultur um 13,6 Millionen Euro auf 181 Millionen Euro im Jahr 2027.

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Auch der Denkmalschutz verzeichnet Rückgänge – die Förderung wird um eine Million Euro auf 54 Millionen Euro reduziert. Einige Bereiche bleiben jedoch unverändert: Die Basisfinanzierung der Bundestheater bleibt in den nächsten zwei Jahren bei 204,2 Millionen Euro. Das Förderprogramm FISAplus behält ebenfalls sein aktuelles Niveau. Das Österreichische Filminstitut erhält jährlich 37 Millionen Euro für 2027 und 2028.

Mitten in diesen finanziellen Umbrüchen feierte das Burgtheater kürzlich die Premiere von Haut um Haut, inszeniert von Stefan Bachmann.

Die Haushaltsanpassungen führen zu Kürzungen in mehreren Kultursparten. Bundesmuseen, Denkmalschutzprojekte und ausgewählte Programme müssen mit weniger Mitteln auskommen. Schlüsselinstitutionen wie die Bundestheater und das Österreichische Filminstitut können ihre Förderung jedoch auf dem bisherigen Niveau halten.

Quelle